Respawn und EA haben eine erste Zwischenbilanz zum Umstieg auf EA Javelin Anticheat in Apex Legends veröffentlicht. Das Anti-Cheat-Team gibt an, dass die neue Lösung mehr Einblick in aktuelle Bedrohungen gibt und flexibler auf neu auftauchende Cheats reagieren kann. Über den Wechsel selbst haben wir beim Start von Javelin berichtet.
265.550 verhinderte Cheat-Versuche
Die wichtigste Zahl aus der ersten Woche: 265.550 Cheat-Versuche wurden blockiert, bevor sie sich überhaupt auf eine Runde auswirken konnten. Javelin soll nämlich nicht nur Cheater identifizieren und bestrafen, sondern nicht autorisierte Software von Anfang an am Funktionieren hindern.
Das heißt auch: Eine erfolgreiche Prävention endet nicht automatisch in einem Ban – und das ist laut EA so gewollt. Wer nur auf die Ban-Zahlen schaut, könnte annehmen, dass weniger Bans gleich weniger entdeckte Cheat-Versuche bedeuten. Tatsächlich passiert ein großer Teil der Arbeit, bevor es überhaupt zu einem Ban kommen muss.
Javelin in Zahlen
So sieht die erste Woche mit EA Javelin Anticheat aus:
- 265.550 verhinderte Cheat-Versuche
- 12.969 gesperrte Accounts
- 40 beobachtete Cheat-Programme
- 91 % der beobachteten Cheat-Programme gestört
Die Zahlen beziehen sich auf alles, was die Anti-Cheat-Systeme in diesem Zeitraum erkannt und bearbeitet haben. EA will die Entwicklung weiter beobachten, weil sich Cheat-Entwickler anpassen und neue Bedrohungen auftauchen.
Auch Hardware-Cheating ist dabei
Die Maßnahmen betreffen nicht nur klassische PC-Cheats, sondern auch Hardware von Drittanbietern und Controller-basiertes Cheating. Eine vollständige Aufschlüsselung aller Bans gibt es nicht, ein paar Erfolge der letzten Woche nennt EA aber konkret:
- Aimzenix: 4.058 Bans
- Cronus: 1.201 Bans
- Titan: 141 Bans
- XIM: 199 Bans
Diese Sperren basieren laut EA auf Erkennungen samt Belegen, die Cheating-Verhalten von legitimer Hardware-Nutzung unterscheiden sollen. Dass Respawn bei klaren Beweisen hart vorgeht, hat das Studio zuletzt auch bei den Predator-Sperren und beim Ballistic-Exploit gezeigt.
Wie es weitergeht
Trotz des frühen Erfolgs untersucht das Team aktuell Videos, in denen ziemlich dreistes Cheating zu sehen ist – dazu soll es bald mehr Infos geben. Cheating entwickelt sich laufend weiter, deshalb arbeitet EA weiter an neuen Erkennungen für neue Anbieter, Techniken und Geräte.
Dieses Anti-Cheat-Update dreht sich um den PC, weil EA Javelin Anticheat ein PC-System ist. Für Konsolenspieler sollen in den kommenden Wochen wichtige Neuigkeiten folgen. Das Ziel bleibt gleich: die Integrität der Matches wahren und Fair Play für alle sichern.
Zu den Startproblemen des Systems haben wir die Matchmaking-Fehler in einem eigenen Artikel aufgearbeitet, und alles weitere rund um die Battle Royale findest du in unseren Apex Legends News.
FAQ
Laut EA wurden 265.550 Cheat-Versuche gestoppt, bevor sie sich auf das Gameplay auswirken konnten.
In der ersten Woche nach dem Start von EA Javelin Anticheat waren es 12.969 gesperrte Accounts.
Weil eine erfolgreiche Prävention nicht automatisch zu einem Ban führt. Javelin blockiert nicht autorisierte Software oft schon, bevor es überhaupt zu einer Sperre kommen muss.
Ja. EA nennt für die erste Woche unter anderem 4.058 Bans bei Aimzenix, 1.201 bei Cronus, 199 bei XIM und 141 bei Titan.
EA Javelin Anticheat ist ein PC-System, deshalb bezieht sich diese Bilanz auf den PC. Für Konsolenspieler kündigt EA wichtige Neuigkeiten in den kommenden Wochen an.

