In World of Warcraft kursiert aktuell ein Fehler, der dir in Sekunden das halbe Vermögen kosten kann. Betroffene Spieler berichten von Reparaturkosten in Höhe von mehreren Zehntausend Gold – und das völlig ohne Gegenwert, denn an der Ausrüstung selbst ändert sich dadurch nichts.
Fast 156.000 Gold für eine Reparatur
Den bislang extremsten Fall schilderte der Reddit-Nutzer ItsWednesdayMyCubes: Nach einem Wipe in der Venomous Abyss am heroischen Ula’tek standen bei ihm Reparaturkosten von knapp 156.000 Gold auf der Rechnung. Verantwortlich scheint ein einzelnes Ausrüstungsteil zu sein – ein Chestguard of Corroded Scale auf Stufe 6/6. Alle anderen Items verlangten weiterhin völlig normale Beträge.
Besonders teuer wird es, wenn du nicht aufpasst: Ein einziger versehentlicher Klick auf Repair All Items kostete den Spieler rund 30.000 Gold. Laut seinem Bericht verschwindet der aufgeblähte Preis, sobald man das UI neu lädt – nach dem nächsten Tod ist er aber wieder da. Mehrere andere Spieler haben ähnliche Probleme bestätigt, allerdings mit weniger drastischen Summen.
Was du jetzt tun solltest
- Reparierst du nach einem Wipe, prüfe die Kosten einzeln statt blind auf Repair All Items zu klicken.
- Betroffene empfehlen, Add-ons mit automatischer Reparatur vorübergehend zu deaktivieren – sie zahlen den fehlerhaften Preis ohne Rückfrage.
- Ein Reload des UI setzt die Kosten laut Berichten zurück.
- Zeichne im Zweifel ein Video auf: Ohne Beweis ist eine Rückerstattung durch Blizzard unwahrscheinlich.
Offiziell bestätigt ist der Fehler bislang nicht. Unklar bleibt auch, ob nur einige wenige Items betroffen sind oder das Problem breiter auftritt. Wenn viele Spieler darunter leiden, dürfte ein Fix zügig folgen – zum Patch selbst kommt er aber voraussichtlich nicht mehr rechtzeitig.
Patch 12.1.5 und der 7-Millionen-Mount
Patch 12.1.5 erscheint am 13. Oktober und bringt unter anderem ein Mount für sieben Millionen Gold, den Sporebearer Fungal Strider. Dazu kommen zahlreiche Klassenanpassungen: Die meisten schwächeren Specs werden gebufft, einige der stärksten abgeschwächt. Wie tief solche Eingriffe gehen können, zeigt der Demonology Warlock. Das Finale von Midnight folgt dann mit Patch 12.2, der für Anfang 2027 angesetzt ist.
Gerade wegen des teuren Mounts ist der Bug besonders ärgerlich: Wer Gold für den Sporebearer Fungal Strider zusammenspart, verliert durch jeden Wipe potenziell einen vierstelligen oder gar fünfstelligen Betrag.
Parallel läuft WoW: Forever
Blizzard arbeitet gleichzeitig an World of Warcraft: Forever. Die Beta endet am 27. Oktober, der offizielle Start folgt nur eine Woche später am 4. November. Mit der Beta kamen auch die Gerüchte um Controller-Support für World of Warcraft zurück, die durch offizielle Gamepad-Unterstützung weiter Nahrung erhielten. Wie Blizzard das Projekt einordnet, haben wir im Artikel zu WoW Forever beschrieben, und auch den Tank-Shamans haben wir einen eigenen Text gewidmet.
Alle weiteren Meldungen rund um das MMO sammeln wir in den World of Warcraft News.
FAQ
Der bislang gemeldete Höchstwert liegt bei knapp 156.000 Gold nach einem Wipe in der Venomous Abyss am heroischen Ula’tek. Andere Spieler berichten von niedrigeren, aber ebenfalls deutlich überhöhten Beträgen.
In dem ausführlichsten Bericht wird ein Chestguard of Corroded Scale auf Stufe 6/6 als Ursache genannt. Alle übrigen Ausrüstungsteile verlangten normale Reparaturpreise. Ob weitere Items betroffen sind, ist unklar.
Ja. Verzichte auf Repair All Items, deaktiviere Add-ons für automatische Reparaturen und lade das UI neu – damit setzen sich die Kosten laut Betroffenen zurück, bis du erneut stirbst.
Eine Kompensation gilt als unwahrscheinlich, solange du keinen Videobeweis des Fehlers hast. Offiziell hat Blizzard den Bug bislang nicht bestätigt.
Am 13. Oktober. Dass der Fix für den Reparatur-Bug direkt mitkommt, ist allerdings unwahrscheinlich.

