Minecraft hat die Alterseinstufung PEGI 7 und lässt sich für Kinder gut einstellen. Das Spiel braucht ein Microsoft-Konto, beim Kind sollte das ein Kinderkonto sein, das mit deinem verknüpft ist, und den Jugendschutz stellst du auf der Xbox-Website ein. Auf Kinderkonten ist der Mehrspielermodus standardmäßig ausgeschaltet. Hier erfährst du, wie du nur das freischaltest, was du willst: Chat, Mehrspieler, Realms mit Freunden und Käufe im Marketplace. Gilt für Java und Bedrock, Stand 19. 10. 2026.
Ab welchem Alter ist Minecraft?
Minecraft hat die Einstufung PEGI 7 wegen milder, unrealistischer Gewalt und Szenen, die kleine Kinder erschrecken können. Im Microsoft Store nennt das PEGI-7-Label zusätzlich Gewalt, Angst, Online-Spiel, Nutzerinteraktion und In-Game-Käufe. In den USA gilt die ESRB-Einstufung Everyone 10+. Prüfen kannst du das in der PEGI-Datenbank.
Die Gewalt ist comichaft. Es gibt kein Blut, und nach dem Tod kehrt man zurück, außer im Hardcore-Modus. Gekämpft wird gegen Tiere und Monster, im Mehrspielermodus auch gegen andere Spieler. Es gibt zwei Hauptmodi: Kreativ, in dem nur gebaut wird, und Überleben, in dem dein Kind auf Hunger und Gesundheit achten muss. Gespielt wird allein offline oder mit anderen online.
Microsoft-Konto und Kinderkonto
Java, Bedrock und Realms brauchen alle ein Microsoft-Konto (Xbox). Für Kinder unter 16 Jahren (in der EU und den USA) gibt es ein Kinderkonto, das mit dem Konto eines Erwachsenen verknüpft sein muss. Die Einstellungen des Kinderkontos darf nur das Elternteil ändern.
So richtest du den Jugendschutz ein
- Öffne account.xbox.com/settings und melde dich mit deinem Konto an.
- Wähle das Konto deines Kindes.
- Unter Online Safety erlaubst oder sperrst du Mehrspieler, Clubs und Realms sowie das Hinzufügen von Freunden.
- Unter Privacy legst du fest, wer mit deinem Kind per Sprache, Text und Einladungen kommunizieren darf: Everyone (alle), Friends (Freunde) oder Block (niemand).
Auf Kinderkonten ist der Mehrspielermodus in Java und Bedrock standardmäßig aus. Will dein Kind ihn nutzen, musst du ihn freigeben. Der Jugendschutz funktioniert nur in Versionen ab 1.16.4 und nicht in gemoddeten Versionen, deshalb empfiehlt Mojang, das Spiel aktuell zu halten. Die offizielle Übersicht steht im Mojang-Artikel Parental Controls.
Chat und Spieler melden
Am einfachsten schützt du dein Kind, wenn du die Kommunikation unter Privacy auf Friends stellst. Dann schreibt und spricht es nur mit Leuten aus seiner Freundesliste. Mit Block kann es mit niemandem kommunizieren.
In Java gibt es seit Version 1.19.1 im Pausenmenü das Werkzeug Player Reporting. Damit blendet dein Kind Nachrichten eines bestimmten Spielers aus und meldet unpassende Nachrichten an Moderatoren, auch auf privaten Servern. Was die Werkzeuge nicht lösen (Chat, Skins, Verhalten im Spiel), meldest du über das Formular Report a Concern. Dazu gehört auch Griefing, also das Zerstören fremder Bauwerke, das nur im Mehrspielermodus vorkommt.
Java oder Bedrock für Kinder?
Mojang empfiehlt jüngeren Spielern eher Bedrock. Es ist mit den Xbox-Diensten verbunden, online moderiert, und der Jugendschutz lässt sich fein einstellen. Inhalte im Marketplace sind kuratiert. Java ist offener, Inhalte von Dritten können ungeeignet sein, und im offiziellen Editionsvergleich hat Java keinen Jugendschutz über das Microsoft-Konto. Für gemoddete Versionen bietet Mojang gar keinen Jugendschutz. Weitere Unterschiede stehen im Artikel Java vs Bedrock.
Sicher mit Freunden spielen: Realms und Server
Will dein Kind mit Freunden spielen, ist Realms die sicherere Variante. Das ist ein privater Server von Mojang nur für eingeladene Spieler, du bestimmst also, wer beitritt. Er läuft rund um die Uhr, und Freunde können spielen, auch wenn der Besitzer offline ist. Realms ist ein kostenpflichtiges Abo, neue Abonnenten haben den ersten Monat gratis. Tarife und Preise stehen auf minecraft.net, mehr zu Servern in unserer Anleitung Server erstellen.

Will dein Kind auf öffentliche Server, gibt es auf minecraft.net eine offizielle Serverliste mit Servern, die nachweislich die Community-Regeln einhalten. Filtern kannst du nach Alter und Spielstil. Auf Konsolen brauchst du für Online-Spiele außerdem ein Plattform-Abo. Wer auf welchem Gerät mit wem spielt, fasst unser Artikel zu Crossplay und Plattformen zusammen.
Käufe: Minecoins und Marketplace
In Bedrock gibt es den Marketplace mit kostenpflichtigen Inhalten (Welten, Skin- und Texturpakete) für Minecoins, die virtuelle Währung des Spiels. Auf der PlayStation zahlt man stattdessen mit Tokens. Spielen kann man auch ganz ohne Käufe.
Eine Änderung solltest du kennen: Ab dem 27. 10. 2026 lassen sich auf Nintendo gekaufte Minecoins nur noch auf Nintendo ausgeben, und anderswo gekaufte Minecoins nicht auf Nintendo. Prüfe bei Geschenkkarten deshalb die Plattformen auf der Karte.
Konsolen, Handys und Chromebook
Konsolen haben eigene Jugendschutzeinstellungen (zum Beispiel Nintendo Switch und PS5), Chromebooks verwaltest du über Google Play. Es lohnt sich, auch diese einzurichten.

Willst du mit deinem Kind direkt im Spiel über Sicherheit im Netz sprechen, bietet Minecraft Education Lernwelten zum Thema Online-Sicherheit. Ohne zu bezahlen könnt ihr das Spiel auch über die offizielle Testversion ausprobieren, siehe Minecraft kostenlos. Mojang hat außerdem einen eigenen Elternratgeber auf Englisch.
Auf unserem Discord kannst du andere Eltern und Spieler fragen, wie sie Minecraft eingestellt haben: Discord GamersTogether.
FAQ
Minecraft hat die Einstufung PEGI 7 wegen milder, comichafter Gewalt und Szenen, die kleine Kinder erschrecken können. In den USA gilt ESRB Everyone 10+.
Wähle auf account.xbox.com/settings das Konto deines Kindes und stelle unter Privacy Sprache, Text und Einladungen auf Friends oder Block. Mit Block kann dein Kind mit niemandem kommunizieren.
Auf Kinderkonten ist der Mehrspielermodus standardmäßig aus. Freigeben kannst du ihn auf account.xbox.com/settings unter Online Safety. Auf Konsolen braucht es zusätzlich ein Plattform-Abo.
Mojang empfiehlt jüngeren Spielern eher Bedrock. Es wird über die Xbox-Dienste moderiert, hat einen kuratierten Marketplace und Jugendschutz über das Microsoft-Konto. Java ist offener, und in gemoddeten Versionen greift der Jugendschutz nicht.
Nein. Kostenpflichtige Inhalte im Marketplace für Minecoins sind freiwillig, und das Spiel ist komplett ohne Käufe spielbar.
Angaben geprüft am 19. 10. 2026. Weitere Guides findest du in unserer Minecraft-Rubrik.


