World of Warcraft Forever läuft bisher extrem erfolgreich – und hat damit den ohnehin vorhandenen Graben zwischen Retail und Classic noch einmal verbreitert. Jetzt hat sich ein Blizzard-Entwickler öffentlich klar auf eine Seite dieser Linie gestellt.
Armstrong: „Ich mache WoW Forever für den Classic-Gamer“
World Builder Matthew Armstrong hat in einem längeren Beitrag auf X/Twitter erklärt, mit welcher Haltung er an der Welt von Forever arbeitet. „Ich mache WoW Forever für den Classic-Gamer“, schrieb er – und für die Millionen Leute, deren Accounts über die Jahre ausgelaufen sind, weil sie mit den Änderungen am Spiel nicht zufrieden waren.
Er hätte es sich nach eigenen Worten leicht machen und so weiterarbeiten können wie in den acht Jahren davor im Retail-Bereich, weil ihm das vertrauter ist und deutlich weniger Zeit kostet – Height Maps auf Texturen nehmen ihm dort einen Großteil der Arbeit ab. Der Mehrheit der Retail-Spieler wäre das laut Armstrong egal, viele würden es sogar bevorzugen. Trotzdem sieht er sich in der Pflicht, eine künstlerische Vision und Integrität zu wahren, die Millionen Spieler von Blizzard erwarten.
Kein Shared Tagging – Blizzard „hält die Linie“
Die Aussage passt zu einer anderen Wortmeldung aus dem Team: Kurz zuvor verteidigte ein weiterer WoW-Forever-Entwickler die Entscheidung, kein Shared Tagging einzubauen – das sei ein Punkt, an dem man schlicht die Linie halten müsse. Blizzard versucht also, neuen Content für Classic-Spieler zu liefern, ohne dabei moderne Quality-of-Life-Features nachzuziehen, die in der Community seit Jahren für Streit sorgen.
Gleichzeitig bringt Forever durchaus Neuerungen mit, die auch Retail-Spieler gern hätten: verbesserte Beleuchtung, Controller-Support, Undead Paladins und starke Regeneffekte. Auf Retail-Seite soll das Eclipse-Update in Patch 12.2 für Midnight nachlegen. Was sich im aktuellen Retail-Zweig sonst noch tut, findest du in unseren World of Warcraft News, etwa den großen Umbau beim Demonology Warlock.
Die Community ist gespalten
Armstrongs Beitrag hat in der Spielerschaft für gegensätzliche Reaktionen gesorgt. Ein Nutzer markierte Blizzard direkt und fragte, ob es normal sei, dass ein Angestellter offen sagt, das bald erscheinende Spiel sei nicht für einen bestimmten Teil der Kundschaft gemacht worden. Ein anderer bedankte sich ausdrücklich: Sein letztes aktives Abo lief im Januar 2021 aus, davor hatte er seit dem Release durchgespielt, bis sich alles nur noch wie eine endlose Grind-Schleife anfühlte.
Was das für dich heißt
Die Debatte läuft derzeit auf Basis einer Beta, in der du nur bis Level 20 spielen kannst – also mit einem Bruchteil der Inhalte des fertigen Spiels. Wie sich die Community wirklich sortiert, zeigt sich erst ab dem 4. November. Parallel geht Blizzard gegen anstößige Charakternamen vor, wobei es offenbar auch harmlose Albernheiten erwischt hat.
Wenn du dich schon auf deinen Charakter für den Start vorbereitest: Hinweise aus den Talentbäumen auf mögliche Tank-Shamans haben wir in einem eigenen Artikel aufgedröselt.
FAQ
Der Termin ist der 4. November. Bis dahin läuft die Beta, in der du nur bis Level 20 spielen kannst.
World Builder Matthew Armstrong schrieb, er mache WoW Forever für den Classic-Gamer und für die Millionen Spieler, deren Accounts ausgelaufen sind, weil sie mit den Änderungen am Spiel unzufrieden waren.
Genannt werden unter anderem eine verbesserte Beleuchtung, Controller-Support, Undead Paladins und starke Regeneffekte.
Für Midnight ist das Eclipse-Update in Patch 12.2 angekündigt.

