Aktualisiert am 07.10.2026, 12:00
Kingdom Come: Deliverance II ist offiziell ein reines Singleplayer-Spiel, einen Mehrspielermodus gibt es ab Werk nicht. Die Community hat das nicht akzeptiert: Die Mod Kingdoms Connected bringt Pferderennen, Belagerungen, PvP-Kämpfe und gemeinsames Erkunden ins böhmische Mittelalter. Du kannst also entweder mit anderen durch die Landschaft ziehen oder dich mit ihnen messen.
Eine Plattform statt nur ein Spielmodus
Die Modifikation ist kostenlos und funktioniert weniger wie ein fertiger Spielmodus, sondern eher wie eine Plattform. Jeder kann einen eigenen Server hosten und einen eigenen Spielmodus bauen – das Prinzip kennst du aus der GTA-Reihe von SA:MP und FiveM. Jeder Server läuft dabei auf genau einem Spielmodus, also einem Skript, das die Regeln vorgibt: wo die Spieler in der Welt starten, wie Chat und Befehle funktionieren, wer wen verletzen darf und was sich überhaupt in der Spielwelt befindet.
Für das Schreiben dieser Spielmodi hast du mehrere Möglichkeiten: Lua 5.4, ein Plugin in C# oder eigene Mods in JavaScript beziehungsweise TypeScript. Den Download und die Anleitung zum Start findest du auf der Projektseite bei Nexus Mods.
Was die Mod technisch kann
- kostenloser Download für alle, die Kingdom Come: Deliverance II auf Steam besitzen
- bis zu 512 Spieler auf einem einzigen Server
- Proximity Voice Chat, also Sprachkommunikation abhängig von der Entfernung
- PvP, einfache Rollenspiel-Server und das Erstellen eines eigenen Charakters
- eigene Spielmodi in Lua 5.4, C#, JavaScript oder TypeScript
Die öffentliche Version des Projekts ist Ende Oktober erschienen. Die Mod steckt weiterhin in einer offenen Beta und befindet sich in einem frühen Zustand, spielbar ist sie aber bereits.
Erste Roleplay-Server entstehen
Auf den Grundlagen der Modifikation bauen bereits eigene Rollenspiel-Projekte auf. Der Server Koruna Česká ist schon in Betrieb und konzentriert sich auf Handel und Dorfgemeinschaften. CrownRP bereitet seinen Start dagegen noch vor und lässt sich unter anderem von Ark und DayZ inspirieren.
Wie die Community reagiert
Das Echo fällt überwiegend begeistert aus. Neben vereinzelter Kritik, dass ein Multiplayer eigentlich direkt von den Entwicklern hätte kommen sollen, loben viele Spieler das Potenzial des Projekts. Ein Nutzer schrieb auf X: „Wenn sie das Projekt zu Ende bringen, versenke ich darin ohne zu zögern Hunderte Stunden. Die Welt von KCD2 ist wunderschön, aber nach dem Ende der Hauptgeschichte hat mir spürbar jeglicher Endgame-Content gefehlt. Ein Multiplayer würde mir einen neuen Grund geben, zurückzukehren.“
Was das für dich bedeutet
Wenn du die Hauptgeschichte längst durch hast, gibt es jetzt eine Möglichkeit, die Welt noch einmal völlig anders zu erleben – gemeinsam mit anderen. Weil es sich um eine Community-Mod in früher Beta handelt, solltest du allerdings mit Ecken und Kanten rechnen. Alles Weitere rund um die Reihe sammeln wir in unserer Übersicht Kingdom Come: Deliverance News.
FAQ
Nein. Das Spiel bietet offiziell keinen Mehrspielermodus. Der Multiplayer stammt ausschließlich aus dem Community-Projekt Kingdoms Connected.
Die Modifikation ist kostenlos und steht allen Besitzern von Kingdom Come: Deliverance II auf Steam zum Download bereit.
Ein Server fasst bis zu 512 Spieler. Unterstützt werden außerdem Proximity Voice Chat, PvP, einfache Rollenspiel-Server und eigene Charaktere.
Ja. Jeder kann einen eigenen Server hosten und einen eigenen Spielmodus erstellen – ähnlich wie bei SA:MP oder FiveM. Jeder Server läuft dabei auf genau einem Spielmodus.
Spielmodi lassen sich in Lua 5.4 oder als Plugin in C# umsetzen, eigene Mods zusätzlich in JavaScript oder TypeScript.

