Bungie hat hinter den Kulissen offenbar mehr vor, als die vergangenen Monate vermuten ließen. Josh Deane, Head of Product bei Bungie und General Manager von Marathon, hat auf X öffentlich angedeutet, dass ein Remaster von Destiny 1 samt PC-Version in Arbeit sein könnte. Auslöser war ein Beitrag, der zeigt, wie Destiny 1 auf dem PC in 4K und mit 60 fps aussieht. Deanes Kommentar dazu: „Seems like a pretty game, wonder if it will do well…“ – gefolgt von einem GIF, auf dem jemand Popcorn isst.
Warum dieser Teaser mehr ist als ein Witz
Ein Remaster und ein PC-Port von Destiny 1 stehen seit Jahren auf der Wunschliste der Community – besonders laut wurden die Rufe, nachdem Bungie das Ende des Supports für Destiny 2 angekündigt hatte. Dass ausgerechnet ein Bungie-Verantwortlicher das Thema öffentlich anspielt, setzt das Studio unter Zugzwang. Und Deanes Formulierung, er frage sich, ob das Spiel gut ankommen würde, klingt weniger nach einem hypothetischen Gedankenspiel als nach einem Projekt, an dem tatsächlich gearbeitet wird – und sei es vorerst nur als Inkubationsprojekt.
Für dich als Spieler heißt das: eine offizielle Ankündigung gibt es weiterhin nicht, ein Erscheinungsdatum erst recht nicht. Was du hast, ist ein bewusst platzierter Teaser einer Führungskraft, die bei Bungie für Produkte zuständig ist.
Ein seltsames Jahr für Destiny
Der Looter-Shooter hat ein turbulentes Jahr hinter sich: Das Update Ash and Iron kam 2025 nur mittelmäßig an, der Start von Renegades konnte weder neue Spieler anziehen noch bestehende halten. Danach folgten das erfolgreiche Abschluss-Update Monument of Triumph – eigentlich als letztes Update gedacht – und schließlich die angekündigte Wiederbelebung der Reihe.
Die Community hat daran sichtbaren Anteil. Im September wurde Sonys State of Play mit Rufen nach Destiny 3 geflutet, dazu kamen Boykottaufrufe wegen der Entscheidung, rein digital zu gehen. Außerdem organisierten Fans zwei sogenannte Server Slams für Destiny 2, damit die Spielerzahlen auf Steam und anderen Plattformen von Bungie und Sony nicht ignoriert werden konnten. Offensichtlich hat das Wirkung gezeigt. Weitere Entwicklungen rund um die Reihe sammeln wir fortlaufend in den Destiny News.
Alle Inhalte kehren zurück
Ende September kündigte Bungie an, sämtliche eingelagerten Destiny-2-Inhalte kostenlos zurück ins Spiel zu bringen. Das ist Teil eines neuen Kurses: Deane und Studio Head Poria Torkan räumten ein, dass Bungie seinen Fans zu wenig zugehört und sie enttäuscht hat, sprachen aber zugleich von einem konkreten Plan, die Marke wiederzubeleben. Details zum Unvaulting findest du in unserem Artikel zu den zurückkehrenden Inhalten.
Langfristig möchte Bungie offenbar wieder völlig neue Destiny-Spiele entwickeln. Davor sollen aber Vertrauen zurückgewonnen und die Serie wieder nach vorn gebracht werden – und ein funktionsfähiger Remaster mit PC-Port von Destiny 1 würde genau in dieses Bild passen. Deanes Beitrag wirkt dadurch alles andere als zufällig.
Was sonst gerade passiert
- Destiny 2 bekam erst vergangene Woche ein neues offizielles Update samt Patch Notes. Es handelte sich um ein Backend-Update zur Behebung einiger Probleme – ein Zeichen, dass die Ankündigungen von Torkan und Deane nicht nur Worte sind.
- Der offizielle Bungie Store schließt am 19. Oktober. Laut Studio soll ein neues Zuhause für Bungie- und Destiny-2-Merch entstehen; Fans hoffen, dass damit hohe Versandkosten sowie lange Bearbeitungs- und Lieferzeiten der Vergangenheit angehören.
FAQ
Nein. Josh Deane hat das Thema auf X nur angedeutet, indem er auf einen Beitrag mit Destiny 1 in 4K und 60 fps auf dem PC reagierte. Eine formelle Ankündigung mit Termin gibt es nicht.
Der Teaser bezieht sich auf einen Remaster samt PC-Port, den Fans seit Langem fordern. Bestätigt ist das Projekt aber noch nicht.
Bungie kündigte Ende September an, dass alle eingelagerten Destiny-2-Inhalte kostenlos zurück ins Spiel kommen.
Der offizielle Bungie Store macht am 19. Oktober dicht. Das Studio will danach ein neues Zuhause für Bungie- und Destiny-2-Merch schaffen.
Ja. Erst vergangene Woche erschien ein offizielles Backend-Update mit Patch Notes, das einige Probleme im Spiel behoben hat.

