Sony hat ein neues Patent eingereicht, das den Controller in ein Point-of-Sale-System verwandeln würde. Heißt im Klartext: Du sollst Einkäufe künftig direkt über den Controller abschließen können, und zwar deutlich direkter als heute. Das Patent nennt konkret den DualSense der PS5 – sollte die Technik jemals kommen, würde sie mit hoher Wahrscheinlichkeit auch bei der kommenden PS6 landen. Weitere Meldungen rund um die Marke findest du in unserer Übersicht zu PlayStation.
Wie das Bezahlen über den Controller laufen soll
Aktuell kostet jeder digitale Kauf auf der PS5 mehrere Schritte: Store öffnen, Zahlungsmethode prüfen, Bedingungen bestätigen und so weiter. Genau diese Reibung will das Patent wegräumen. In der beschriebenen Form brauchst du dafür aber zwei Geräte:
- Dein Smartphone muss sich in der Nähe des DualSense befinden.
- Auf dem Smartphone erscheint eine Aufforderung, die Zahlung zu bestätigen.
- Die Transaktion wird anschließend auf der Konsole wirksam.
Der Controller ist in dieser Variante also vor allem ein Mittler zwischen Smartphone und Konsole. Eine der Patentabbildungen zeigt einen DualSense, mit dem auf der Konsole eine Gift Card direkt über eine Karte gekauft wird. Eine externe Zahlungsmethode ist beim PS5-Controller damit noch Voraussetzung – das mögliche Fernziel einer solchen Technik wäre allerdings, ganz ohne Smartphone auszukommen. Bei einem künftigen PS6-Controller, der selbst wie ein Smart Device auf Zahlungsdaten zugreifen kann, müssten diese Zwischenschritte nicht mehr gelten.
Warum das für Spieler heikel ist
Eine niedrigere Hürde beim Bezahlen bedeutet vor allem eines: mehr Impulskäufe, gerade bei Mikrotransaktionen. Zahlungen mit einem Klick und pauschal erteilten Zustimmungen lassen sich leicht in eine Richtung lenken, die nicht zu deinem Vorteil ist. Wenn du das Ausgabeverhalten auf deiner Konsole im Blick behalten willst – etwa bei Kindern im Haushalt –, hilft dir unser Ratgeber zur Kindersicherung der PS5. Wie digitales Guthaben im Store landet, haben wir außerdem beim Thema Wallet Credit beschrieben.
Wichtig bleibt die Einordnung: Nicht jedes Patent wird Realität, und es gibt bislang keinen Hinweis darauf, dass dieses hier umgesetzt wird. Brisant ist es trotzdem, weil PlayStation argumentiert, digitaler Besitz sei „unmöglich“, und weil viele Fans ohnehin verärgert darüber sind, dass die Produktion von Discs im Januar 2028 endet. Eine Technik, die Zahlungen auf PS5 und möglicherweise PS6 theoretisch auf einen Klick reduziert, passt in dieses Bild und dürfte die Diskussion über das Verhältnis zwischen PlayStation und seinen Kunden weiter anheizen.
Wer regelmäßig digital kauft, kennt den Store-Kreislauf ohnehin – zum Ökosystem gehört auch das Abo PlayStation Plus auf der offiziellen Seite.
FAQ
Es beschreibt einen Controller, der als Point-of-Sale-System funktioniert. Du sollst damit Einkäufe direkter über den DualSense abschließen können, statt alle Schritte im Store einzeln zu bestätigen.
In der patentierten Form ja. Das Smartphone muss sich in der Nähe des DualSense befinden, dort bestätigst du die Zahlung, und die Transaktion wird dann auf der Konsole wirksam.
Das Patent nennt ausdrücklich den DualSense der PS5. Sollte die Technik umgesetzt werden, würde sie mit hoher Wahrscheinlichkeit auch bei der kommenden PS6 zum Einsatz kommen – bestätigt ist davon nichts.
Nein. Nicht alle Patente werden umgesetzt, und bislang gibt es keinen Hinweis darauf, dass Sony diese Idee tatsächlich in ein Produkt überführt.

