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GTA 6: Rockstar spricht über die „dunkle Phase“ der Entwicklung

GTA 6: Rockstar spricht über die „dunkle Phase“ der Entwicklung

Rockstar Games hat sich ungewöhnlich offen zur Entstehung von Grand Theft Auto 6 geäußert – und das Bild, das dabei entsteht, ist deutlich holpriger, als es die polierten Trailer vermuten lassen. Das Studio beschreibt eine Produktion, die über Jahre zwischen riesigen Ambitionen, internen Richtungsstreits und zwei Verschiebungen pendelte. Am 19. November soll das Ergebnis endlich bei dir landen.

Aus 2.441 wurden 4.711 Entwickler

Seit dem Release von Red Dead Redemption 2 im Jahr 2018 hat sich Rockstar fast verdoppelt: von 2.441 auf 4.711 Angestellte in zwölf Studios. Mehr Leute bedeuten aber nicht automatisch schnellere Fortschritte – gerade dann nicht, wenn Gameplay-Systeme, Story und die Ausrichtung der offenen Welt auf diesem Detailgrad ineinandergreifen müssen.

Obwohl praktisch das gesamte Unternehmen an dem Projekt arbeitete, nahm das Spiel laut Phil Hooker, Co-Head of Development, erst 2022 wirklich Form an. „Das Muster ist sehr vertraut. Man durchläuft eine Phase, in der nichts funktioniert, aber man sieht Bruchstücke“, beschreibt er den Prozess.

Project Americas und die „dark period“

Intern gab es eine Phase, die als dark period bezeichnet wurde: Die Führungsebene konnte sich nicht auf eine gemeinsame Vision einigen. Ursprünglich lief das Projekt unter dem Codenamen Project Americas und sollte große Teile von Nord- und Südamerika abdecken. Erst später wurde der Umfang auf Vice City und die umliegenden Regionen zusammengestrichen.

Die beiden Verschiebungen hängen direkt mit diesen Entwicklungsproblemen zusammen – von der Komplexität der Systeme bis hin zu einer Welt, die mit glaubwürdigen NPCs gefüllt werden muss. Für die NPCs ist bei Rockstar im Grunde ein komplettes Studio zuständig. Wie viel Aufwand in Details steckt, hat das Studio zuletzt auch an anderer Stelle gezeigt: Wir haben uns unter anderem die ersten Radiosender und Rockstars Erklärung zu Jason Duval genauer angesehen.

Crunch, Büropflicht und 34 Entlassungen

Nach der Kritik am Crunch rund um Red Dead Redemption 2 hat Rockstar seine Arbeitsweise angepasst, trotzdem berichten Angestellte weiterhin von Crunch-Phasen. Ein zweiter Streitpunkt ist die Anwesenheit im Büro: Aus Sicherheitsgründen müssen Mitarbeiter fünf Tage pro Woche vor Ort arbeiten. Das Management will diese Regel nach dem Launch von GTA 6 noch einmal überprüfen. Für Unruhe sorgt außerdem die Entlassung von 34 Angestellten, die im Zusammenhang mit Vorwürfen gewerkschaftsfeindlichen Verhaltens steht.

Was das für dich bedeutet

Kurzfristig ändert sich am Termin nichts – der 19. November steht. Interessanter ist der Blick danach: Entwickler erwarten, dass die für GTA 6 gebaute Engine, die Tools und die Technologie künftige Spiele und zusätzliche Inhalte spürbar schneller produzierbar machen. Für dich heißt das im besten Fall kürzere Wartezeiten zwischen Rockstar-Releases und schneller nachgelieferte Inhalte.

Bis dahin bleibt GTA 6 das am intensivsten beobachtete Spiel der Branche. Offizielle Infos findest du auf der Rockstar-Seite, alle weiteren Meldungen sammeln wir in unseren GTA-News – inklusive der PEGI-Einstufung.

FAQ

Wann erscheint GTA 6?

Der aktuelle Release-Termin ist der 19. November.

Was war die „dark period“ bei Rockstar?

So wurde intern eine Phase genannt, in der sich die Führungsebene nicht auf eine klare Vision für das Spiel einigen konnte. Richtig Form nahm GTA 6 laut Co-Head of Development Phil Hooker erst 2022 an.

Was war Project Americas?

Der ursprüngliche Codename des Projekts. Die frühen Pläne sahen eine viel größere Spielwelt mit großen Teilen Nord- und Südamerikas vor, bevor der Umfang auf Vice City und die umliegenden Regionen reduziert wurde.

Wie groß ist Rockstar heute?

Das Studio ist seit 2018 von 2.441 auf 4.711 Angestellte in zwölf Büros gewachsen, also fast auf das Doppelte.

Gibt es bei Rockstar weiterhin Crunch?

Rockstar hat nach der Kritik an Red Dead Redemption 2 Änderungen an der Entwicklung vorgenommen, einzelne Angestellte berichten aber weiterhin von Crunch-Phasen. Dazu kommen die Fünf-Tage-Büropflicht und die Entlassung von 34 Mitarbeitern im Streit um Vorwürfe gewerkschaftsfeindlichen Verhaltens.

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