Rockstar Games hat seine offiziellen Mod-Richtlinien überarbeitet, und zwar rechtzeitig vor dem Start von Grand Theft Auto 6 im November. Die Botschaft ist unmissverständlich: Das Studio unterstützt keinen einzigen Mod von Drittanbietern, erlaubt aber weiterhin nutzergenerierte Inhalte – solange sie sich an ein recht strenges Regelwerk halten.
Das ist keine Kleinigkeit. Rund um die Serien Grand Theft Auto und Red Dead Redemption ist über die Jahre eine riesige Modding-Szene entstanden, allein für Grand Theft Auto 5 und dessen Online-Modus gibt es unzählige Projekte: Grafik-Mods, Realismus-Overhauls, Koop-Umbauten der Kampagne und viele weitere Eingriffe, die das Spiel komplett anders spielen lassen. Rockstar toleriert das grundsätzlich, hat in der Vergangenheit aber auch mehrfach schnell Fan-Projekte gestoppt, die sich nicht an die Vorgaben gehalten haben.
Was Rockstar überhaupt als Mod versteht
Die neuen Richtlinien gelten für Grand Theft Auto, Red Dead Redemption und alle weiteren Titel des Studios. Rockstar definiert darin zunächst, was als unofficial mod zählt: Änderungen an Skripten oder Code des Spiels, veränderte Maps, Fahrzeuge, Waffen, Kleidung sowie angepasstes Verhalten von NPCs.
Danach teilt Rockstar die Regeln in vier Abschnitte auf.
1. „Respect Our Games“
Rockstar betont, dass es eigene Welten, Charaktere und Geschichten erschafft und deshalb das Recht habe, Grenzen zu setzen, wie andere seine Spiele und Marken nutzen. Konkret bedeutet das:
- Offizielle Storylines, Missionen, Charaktere und andere Elemente der etablierten Kontinuität dürfen nicht erweitert oder verändert werden.
- Maps, Orte, Figuren, Storylines oder In-Game-Assets aus einer Marke dürfen nicht in ein anderes Rockstar-Spiel übertragen und dort vermischt werden.
- Multiplayer-Mods sollen ausschließlich über die offizielle Rockstar Creator Platform entstehen.
2. Keine Eingriffe in fremdes geistiges Eigentum
Der zweite Abschnitt zieht die Linie beim IP-Schutz – sowohl bei Rockstar selbst als auch bei Dritten. Verboten sind Cheat-Menüs, die die Multiplayer-Dienste von Rockstar stören, die Nutzung von Rockstar-Marken oder -Logos zur Bewerbung von Mods, das Verändern von Voiceover-Aufnahmen aus Rockstar-Spielen und die Verwendung von Elementen aus dem geistigen Eigentum anderer.
3. „Harm the Creator Community“ – die inhaltlichen Tabus
Rockstar stellt klar, dass es kein Modding unterstützt, das andere Spieler ausnutzt oder schädigt. Ausdrücklich untersagt sind Mods mit Pornografie, Inhalte, die gewaltsamen Extremismus befürworten, Selbstverletzung fördern, Minderjährige gefährden oder andere Spieler physisch bedrohen. Belästigung jeglicher Art wird nicht geduldet. Zusätzlich fordert Rockstar Modder auf, kein Conflict Roleplay und keine Militärsimulationen zu betreiben oder zu bewerben, die real existierende bewaffnete Organisationen darstellen.
4. Monetarisierung nur über die Creator Platform
Der vierte Abschnitt warnt vor „Unauthorized or Abusive Monetization“. Geld verdienen dürfen Modder mit ihren Inhalten nur über die offizielle Rockstar Creator Platform. Wird ein Mod irgendwo anders angeboten, muss er strikt nicht-kommerziell sein, also kostenlos. Ebenfalls untersagt: Echtgeld-Glücksspiel, Lootboxen und Gacha-Mechaniken in Mods sowie Werbung für Dritte über einen Mod.
Was das für dich bedeutet
Wenn du selbst moddest, lohnt sich ein Blick in die offiziellen Mod-Richtlinien, bevor du an Grand Theft Auto 6 herangehst. Die Richtung ist klar: Kosmetische und mechanische Eingriffe im Einzelspieler-Bereich bleiben der sichere Hafen, alles was Story, Marke, Multiplayer-Dienste oder Geld berührt, ist heikel. Für alle anderen heißt es vor allem: Große Total-Conversions oder Crossover zwischen Rockstar-Marken solltest du im November nicht erwarten.
Kam dál
Mehr zum Spiel findest du in unserer Übersicht aller GTA News. Zur Spielwelt haben wir die Aussagen von Rob Nelson zusammengefasst, zum Thema Plattformen gibt es einen eigenen Artikel über GTA 6 auf dem PC und zu Jasons Kampfsystem den Text über Jasons Zeitlupe.
FAQ
Rockstar unterstützt ausdrücklich keinen Mod von Drittanbietern, erlaubt nutzergenerierte Inhalte aber, solange sie die vier Abschnitte der offiziellen Richtlinien einhalten.
Jede Änderung an Skripten oder Code des Spiels sowie veränderte Maps, Fahrzeuge, Waffen, Kleidung und angepasstes NPC-Verhalten.
Nur über die offizielle Rockstar Creator Platform. Überall sonst muss der Mod strikt nicht-kommerziell, also kostenlos angeboten werden.
Rockstar verlangt, dass Multiplayer-Mods ausschließlich über die Rockstar Creator Platform entstehen. Cheat-Menüs, die die Multiplayer-Dienste stören, sind untersagt.
Der Start ist für November angesetzt – genau darauf zielt die Aktualisierung der Mod-Richtlinien ab.

