Einen Controller für die PS5 wählst du aus drei Modellen von Sony, und sie unterscheiden sich darin, für wen sie gedacht sind, nicht in der Leistung. Der Standard-PS5-Controller DualSense kann alles, was die Spiele auf der Konsole unterstützen, und für die allermeisten ist die Auswahl damit erledigt. Der DualSense Edge ist für alle, deren Sticks verschleißen und die sie selbst austauschen wollen. Der Access Controller ist ein Controller-Kit für Spieler mit Behinderung und lässt sich deshalb nicht mit den anderen beiden vergleichen.
Drei Controller, die Sony verkauft
| Modell | Für wen | Austauschbare Teile | Akkulaufzeit | Preis laut Sony |
|---|---|---|---|---|
| DualSense | alle, die auf der PS5 spielen | nein | gibt Sony nicht an | nennt Sony auf der Produktseite nicht |
| DualSense Edge | wer Sticks, Stick-Kappen und Rücktasten wechseln will | ja | kürzer als beim DualSense, Stunden nennt Sony nicht | nennt Sony auf der Produktseite nicht |
| Access Controller | Spieler mit Behinderung | ja, ein ganzes Kit aus Kappen und Tasten | gibt Sony nicht an | 89,99 USD / 89,99 EUR / 79,99 GBP zum Marktstart |
Die Angaben in der Tabelle stammen von playstation.com und vom PlayStation Blog, geprüft am 15. August 2026. Fehlende Angaben sind kein Versehen. Sony veröffentlicht für seine Controller keine technischen Daten – auf den Produktseiten findest du weder Gewicht noch Akkukapazität, Laufzeit in Stunden oder den Endpreis von DualSense und Edge. Wer dir eine genaue Laufzeit verspricht, hat selbst gemessen.
Was du beim DualSense Edge für den Aufpreis bekommst
Der Edge ist derselbe Controller, nur zerlegbar. Sony legt zwei Standard-Stick-Kappen, zwei hohe gewölbte, zwei flache gewölbte, zwei halbgewölbte und zwei hebelförmige Rücktasten sowie ein Steckergehäuse bei. Im Lieferumfang sind außerdem ein geflochtenes USB-Kabel und eine Tragetasche.
Wichtiger als die Kappen ist das Stick-Modul. Beim Edge lässt es sich als komplettes Teil tauschen, während beim normalen DualSense ein ausgeleierter Stick den Austausch des ganzen Controllers bedeutet. Wem schon einmal ein Controller wegen Stick-Drift gestorben ist, der schätzt das mehr als den einstellbaren Hub der Trigger.
Den Preis für ein Ersatzmodul nennt Sony weder auf der Produktseite noch im eigenen Shop, die Ersparnis durch die Reparierbarkeit lässt sich also nicht im Voraus berechnen. Ins Budget für die Konsole gehört der Controller ohnehin – was die PS5 selbst heute kostet und was im Preis enthalten ist, erklärt der Artikel darüber, was die PS5 kostet.
Der Edge hält mit einer Akkuladung kürzer, nicht länger
Das ist die einzige Stelle, an der die „Pro“-Version einen schlechteren Wert hat als das Basismodell, und Sony hat das selbst bestätigt. Ein Unternehmenssprecher erklärte, die Laufzeit des Edge sei „etwas kürzer“ als beim ursprünglichen DualSense, weil im gleichen Gehäuse deutlich mehr Funktionen Platz finden mussten.
Konkrete Stunden hat Sony bei keinem seiner Controller je veröffentlicht. In den offiziellen FAQ zur PS5 steht nur, dass die Laufzeit des DualSense ähnlich wie beim DualShock 4 sein soll und dass das Aufladen an der Konsole oder an der Ladestation etwa drei Stunden dauert. Zahlen wie „zwölf Stunden“ oder „sechs Stunden“, die im Netz kursieren, stammen aus Messungen von Redaktionen unter unterschiedlichen Bedingungen, nicht vom Hersteller.
Das praktische Fazit ist langweilig, stimmt aber: Wer lange Abende spielt, kauft sich einen zweiten Controller oder eine Ladestation und weiteres Zubehör für die PS5 und wechselt ab. Den Akku verbesserst du damit bei keinem der Modelle.
Der Access Controller ist ein Kit, kein Controller
Sony beschreibt ihn als hochgradig anpassbares Controller-Kit für die PS5, das Spielen für Spieler mit Behinderung zugänglicher machen soll, und hat ihn gemeinsam mit der Community entwickelt. Der Unterschied zu einem normalen Controller: Man baut ihn sich nach den eigenen Bedürfnissen zusammen.
- Vier Erweiterungsanschlüsse mit 3,5-mm-Klinke für externe Tasten und Schalter, sodass sich eigene Peripherie anschließen lässt.
- Bis zu 30 Steuerungsprofile, zwischen denen du je nach Spiel oder je nachdem, wer spielt, wechselst.
- Kombination von bis zu zwei Access Controllern oder Kopplung mit DualSense bzw. Edge – zwei physische Controller behandelt das System dann als einen virtuellen.
- Aufsätze im Lieferumfang: neunzehn Tastenkappen in fünf Formen, drei Arten von Stick-Kappen und 23 Etiketten zum Beschriften.
Er kam für 89,99 USD, 89,99 EUR und 79,99 GBP auf den Markt. Er ist der einzige Controller der drei, für den Sony den Preis tatsächlich veröffentlicht hat.
Controller von Drittanbietern: keine Haptik und keine adaptiven Trigger
Hier ist die Antwort eindeutig. Kein lizenzierter Drittanbieter-Controller für die PS5 bietet haptisches Feedback oder adaptive Trigger. Beide Funktionen bleiben DualSense und DualSense Edge vorbehalten, und genau deswegen kaufen Leute einen Controller von Sony.
Razer schreibt das direkt in seine FAQ: Der Raiju V3 Pro ist für kompetitives Spielen gebaut und hat kein haptisches Feedback. Seine Trigger sind mechanisch einstellbar, was etwas anderes ist als ein Widerstand, der sich je nach Geschehen im Spiel ändert. Nacon schreibt beim Revolution 5 Pro dasselbe – kein haptisches Feedback, und statt adaptiver Trigger kommen magnetische Hall-Effect-Sensoren zum Einsatz.
Interessant: Sony verkauft den Nacon Revolution 5 Pro selbst im eigenen Shop, mit dem Hinweis, dass es sich um ein unter Lizenz von Sony Interactive Entertainment hergestelltes Produkt handelt, für das die Garantie von Sony nicht gilt. Ältere lizenzierte Modelle wie der Razer Wolverine V2 Pro oder der PDP Victrix Pro BFG sind in derselben Lage, es handelt sich also nicht um einen vorübergehenden Zustand.
Achte auf eine Verwechslung, wegen der Leute einen Controller für die falsche Konsole kaufen: Der Razer Wolverine V3 Pro ist für Xbox lizenziert. Das Gegenstück für PlayStation heißt Raiju. Falls du noch überlegst, bei welcher Konsole du überhaupt landest, findest du den Vergleich im Artikel PS5 oder Xbox Series X.
Was Drittanbieter-Controller dagegen haben, ist eine veröffentlichte Laufzeit. Razer gibt beim Raiju V3 Pro bis zu 36 Stunden an, Nacon beim Revolution 5 Pro mehr als zehn. Das ist bei der Entscheidung ein legitimes Argument, nur bezahlst du dafür mit Haptik und Triggern.
Für wen sich welcher lohnt
- DualSense ist die Standardwahl, auch als zweiter Controller. Er kann alles, was PS5-Spiele unterstützen, und ist die einzige Möglichkeit, Haptik und adaptive Trigger zum Basispreis zu bekommen.
- DualSense Edge ergibt Sinn, wenn dir schon ein Controller wegen Stick-Drift gestorben ist oder du Shooter auf einem Niveau spielst, auf dem Trigger-Hub und Rücktasten eine Rolle spielen. Ihn allgemein als „besseren Controller“ zu kaufen, ist überflüssig.
- Beim Access Controller geht es um Barrierefreiheit. Sein Wert bemisst sich nicht am Preis pro Funktion, sondern daran, ob jemand damit überhaupt spielen kann.
- Einen Drittanbieter-Controller solltest du nur in Betracht ziehen, wenn dir Laufzeit oder Form wichtiger sind als Haptik. Sobald du Spiele spielst, die adaptive Trigger nutzen, ist das ein Rückschritt.
Wann du keinen neuen Controller kaufen solltest
Wenn es dir nur um eine längere Laufzeit geht, hol dir ein zweites Exemplar statt des teureren Modells – der Edge steht beim Akku schlechter da. Wenn du den Edge wegen präziseren Zielens in Betracht ziehst, stell zuerst die Empfindlichkeit im Spiel ein, denn der Controller verbessert nicht das, was als Unterschied zwischen den Konsolenversionen im Vergleich von PS5 und PS5 Pro sichtbar ist. Und wenn du vor allem Rennspiele spielst, gibst du das Geld für einen Premium-Controller besser für ein Lenkrad für die PS5 aus.
Ein Sonderfall ist das Spielen außerhalb des Wohnzimmers. Die Steuerung des PlayStation Portal basiert auf dem DualSense inklusive Haptik und adaptiver Trigger, du brauchst dafür also keinen zweiten Controller. Eigene Controller hat auch PlayStation VR2, bei dem zwei Sense-Controller direkt im Lieferumfang des Headsets sind. Am PC fällt bei diesen Controllern ein Teil der Funktionen weg, und welche genau, zählt der Artikel darüber auf, was PS VR2 am PC kann und was nicht.
FAQ
Den normalen DualSense. Er ist der einzige Controller, der haptisches Feedback und adaptive Trigger hat und gleichzeitig im Sony-Angebot am günstigsten ist. Ein zweites Exemplar lohnt sich auch für einen einzelnen Spieler, weil man die Controller abwechseln und laden kann.
Für alle, die Sticks und Rücktasten wechseln wollen. Das Stick-Modul ist beim Edge ein eigenes Teil, Drift bedeutet also keinen neuen Controller. Allein wegen des Spielgefühls lohnt sich der Aufpreis nicht, die Funktionen sind dieselben wie beim DualSense.
Nein, einen schlechteren. Sony hat offiziell bestätigt, dass der Edge etwas kürzer durchhält als der normale DualSense, weil im gleichen Gehäuse mehr Funktionen stecken. Konkrete Stunden veröffentlicht Sony bei keinem seiner Controller.
Nein. Kein lizenzierter Controller eines anderen Herstellers für die PS5 hat eine dieser Funktionen, was die Hersteller selbst in ihren FAQ bestätigen. Stattdessen bieten sie mechanisch einstellbare Trigger, Rücktasten und eine längere Laufzeit.
Für Spieler mit Behinderung. Er ist ein Baukasten mit vier 3,5-mm-Anschlüssen für externe Schalter, bis zu dreißig Steuerungsprofilen und der Möglichkeit, zwei Controller zu einem virtuellen zu verbinden. Sony hat ihn gemeinsam mit der Community von Spielern mit Behinderung entwickelt.
Weitere Artikel über die Konsolen von Sony findest du in der Rubrik PlayStation bei Gamers Together, darunter die Analyse, welche PS5-Edition du kaufen solltest. Sobald Sony technische Daten der Controller veröffentlicht, ergänzen wir sie in der Tabelle. Angaben geprüft am 15. August 2026.

