Welches Gerät du für Cloud Gaming brauchst, lässt sich bei Xbox leicht beantworten: fast jedes, denn seine Leistung spielt keine Rolle. Das Spiel läuft auf einem Server von Microsoft, und zu dir kommt nur das Bild, also reichen ein unterstütztes System, ein Controller und eine Leitung, die den Stream schafft. Microsoft hat eine einzige offizielle Geräteliste, und direkt darüber steht der Vorbehalt, dass die Liste nicht vollständig ist und andere Geräte funktionieren können, aber nicht müssen. Den eigentlichen Start Schritt für Schritt erklärt der Artikel darüber, wie du mit Xbox Cloud Gaming anfängst. Vorübergehend lässt sich damit auch die Zeit überbrücken, in der sich die Xbox nicht einschalten lässt und die Konsole auf die Reparatur wartet.
Worauf Xbox Cloud Gaming offiziell läuft
| Gerät | Voraussetzungen | So startet der Stream |
|---|---|---|
| Windows-PC | Windows 10 Version 20H2 und neuer | Xbox-App oder Edge und Chrome 85 und neuer |
| Mac und MacBook | macOS 14.1.2 und neuer | Safari 16.0 und neuer, Edge oder Chrome 85 und neuer |
| iPhone | iOS 14.4 und neuer | nur Browser: Safari 14.0 und neuer oder Chrome 85 und neuer |
| iPad | iPadOS 14.4 und neuer | nur Browser, dieselben Versionen wie beim iPhone |
| Android-Smartphone und -Tablet | Android 12.0 und neuer | Edge oder Chrome 85 und neuer |
| Chromebook | ChromeOS 85 und neuer | Chrome 85 und neuer |
| Samsung-Fernseher | Modelle ab 2020 mit Software 1300 und höher | Xbox-App direkt auf dem Fernseher |
| LG-Fernseher und -Monitore | webOS 24 und neuer, Modelle ab 2024, ausgewählte Modelle von 2022 und 2023 mit Software 23.20.01 und höher, Smart-Monitore U8s und U7s von 2025 | Xbox-App direkt auf dem Fernseher |
| Fernseher mit VIDAA OS | VIDAA OS 9.6 und höher, einschließlich ausgewählter Hisense-Modelle | Xbox-App direkt auf dem Fernseher |
| Amazon Fire TV | Stick 4K Max 1. und 2. Generation, Stick 4K 2. Generation, Stick 4K Plus, Stick 4K Select, Cube 3. Generation, Fernseher 4-Series und Omni QLED von 2025 | Xbox-App |
| Meta-Quest-Headset | Quest 2, Quest Pro, Quest 3, Quest 3S | Xbox-App, das Spiel läuft als 2D-Panel im Raum |
| Xbox-Konsole | Series X, Series S, One, One S, One X | Xbox-App auf der Konsole |
Die Zahlen in der zweiten Spalte sind Mindestanforderungen aus der Liste von Microsoft mit Stand 11. September 2026, keine Empfehlungen. Ältere Fernseher tauchen in der Liste nicht einmal aus Versehen auf: Bei LG liegt die Grenze bei Software 23.20.01, bei Samsung bei Version 1300. Bei Safari älter als 17.0 weist Microsoft auf Probleme mit dem Ton im Party-Chat hin, der Sprachchat im Spiel funktioniert dabei normal.
In der offiziellen Länderübersicht führt Microsoft für jede Region, ob sie bei allen drei Stufen – Essential, Premium und Ultimate – unterstützt wird, und gesondert auch beim Streamen von Free-to-Play-Spielen wie Fortnite. In derselben Übersicht steht auch, dass das Prämienprogramm Rewards und die Xbox Mastercard nicht in jedem unterstützten Land verfügbar sind, aufs Streaming hat das aber keinen Einfluss. Welche Spiele in welcher Stufe enthalten sind, klärt der Artikel über die Game-Pass-Stufen.
Handhelds haben eine eigene Liste
Gaming-Handhelds stehen nicht in der Liste oben, Microsoft hat für sie eine eigene Seite. Dort nennt Microsoft Logitech G Cloud, Razer Edge, ASUS ROG Ally, ROG Xbox Ally und ROG Xbox Ally X, wieder mit dem Zusatz, dass die Aufzählung nicht vollständig ist.
Eine eigene Cloud-App für Handhelds bietet Microsoft nicht an. Stattdessen verweist es auf xbox.com/play in einem unterstützten Browser, beim ROG Xbox Ally auf die Xbox-App unter Windows. Damit hängt ein Ärgernis zusammen: Käufe innerhalb von Cloud-Spielen laufen über den Browser, und Microsoft schreibt selbst, dass manche In-Game-Shops mit einer Fehlermeldung enden können. Logitech G Cloud und Razer Edge sind vor allem deshalb erwähnenswert, weil es Android-Geräte sind, die aufs Streaming ausgelegt sind, nicht aufs lokale Spielen – ein großes Spiel bekommen sie selbst nicht zum Laufen. Was du dir in dieser Kategorie heute holen kannst, bespricht der Text über Handheld-Konsolen.
Auf iPhone und iPad nur im Browser
Apple-Geräte werden in der Liste unterstützt, aber auf einem anderen Weg als alles andere. Microsoft beschreibt für sie nur ein Vorgehen: xbox.com/play in einem unterstützten Browser öffnen, mit dem Microsoft-Konto anmelden und spielen. Eine eigene App für iOS gibt es nicht, im App Store danach zu suchen ergibt also keinen Sinn.
Damit sich der Stream wie eine App mit einem Tippen öffnet, rät Microsoft, die Seite über das Teilen-Menü und die Option „Zum Home-Bildschirm“ (Add to Home Screen) anzuheften. Es warnt aber gleich, dass ein Browser, der in eine andere App eingebaut ist, das Hinzufügen zum Home-Bildschirm verhindert – einen Link aus einem Chat oder einem sozialen Netzwerk musst du deshalb zuerst direkt in Safari öffnen. Die besten Ergebnisse auf iOS verspricht Microsoft gerade in Safari, nicht in Chrome.
Womit du steuerst
Der Controller wird per Bluetooth oder USB verbunden, und bei ausgewählten Spielen kommst du auch ohne ihn aus, weil sie Touch-Steuerung haben. Die entscheidende Einschränkung betrifft die Tastatur: Maus und Tastatur funktionieren in der Cloud nur auf dem Mac und auf dem PC in Edge oder Chrome. Auf dem Fernseher, dem Smartphone und im Headset kannst du sie also gleich streichen. Wenn du erst noch einen Controller suchst, vergleicht der Text darüber, welchen Xbox-Controller du wählen solltest, die Modelle.
Für die Meta Quest zählt Meta die unterstützten Controller auf: den Xbox Wireless Controller, den Xbox Elite Wireless Controller Series 2, den Xbox Adaptive Controller und von anderen Herstellern den DualShock 4, den Nintendo Switch Pro Controller und den Backbone Pro. Zur Verbindung schreibt Meta nur „Hochgeschwindigkeitsinternet“ und empfiehlt, nah am Router zu spielen, eine konkrete Geschwindigkeit nennt Meta nicht.
Was die Leitung schaffen muss
Die Geschwindigkeit ist der einzige Wert, den du vor dem ersten Start wirklich prüfen solltest. Auf die Frage nach der nötigen Verbindung nennt Microsoft 10 Mbit/s auf Mobilgeräten und 20 Mbit/s auf Konsolen, PCs und Tablets, dazu WLAN im 5-GHz-Band. Auf der Supportseite für Android stehen dagegen 7 Mbit/s, was der Marketingseite widerspricht – halte dich an die höhere Zahl, die niedrigere Grenze garantiert nichts. Wie viele Daten so ein Stream verbraucht, rechnen wir im Artikel zum Datenverbrauch beim Cloud Gaming vor, und wovon die Reaktionszeit wirklich abhängt, erklärt der Text zur Latenz in der Cloud.
Wo das Erlebnis am schlechtesten ist
- Auf dem PC mit PC Game Pass. Cloud Gaming ist darin nicht enthalten, und da hilft auch die beste Verbindung nicht. Wer auf dem PC streamen will, braucht Essential oder höher oder greift zu einem anderen Dienst – zum Beispiel zu Boosteroid.
- Zu zweit auf dem Sofa. Die Cloud unterstützt keinen lokalen Multiplayer, Microsoft schreibt das wörtlich: ein Spieler und ein Konto gleichzeitig. Splitscreen funktioniert über den Stream nicht.
- Auf dem Fernseher mit ausgeschaltetem Spielmodus. Der Fernseher rechnet das Bild um, und die dadurch entstehende Verzögerung addiert sich zur Verzögerung des Streams.
- Per Spiegelung auf einen zweiten Bildschirm. Casting vom Smartphone auf den Fernseher erhöht laut Microsoft die Latenz weiter und bringt die Tonsynchronisation durcheinander.
- Auf der Quest als Ersatz fürs VR-Spielen. Xbox öffnet sich dort als schwebendes 2D-Panel, nicht als Spiel in der virtuellen Realität.
FAQ
Nein. Der Stream läuft auf einem Server von Microsoft, eine Konsole ist also überhaupt nicht nötig. Es reicht ein unterstütztes Smartphone, Tablet, ein PC, Fernseher, Fire TV oder Quest-Headset, dazu ein Controller und ein Game-Pass-Abo in der Stufe Essential, Premium oder Ultimate.
Ja, aber nur im Browser. Eine App für iOS gibt es nicht, gespielt wird auf xbox.com/play in Safari oder Chrome ab iOS 14.4. Microsoft empfiehlt Safari und das Anheften der Seite auf dem Home-Bildschirm, damit sich der Stream mit einem Tippen öffnet.
Ja, wenn der Fernseher die Xbox-App unterstützt. Microsoft nennt Samsung-Modelle ab 2020, LG-Fernseher mit webOS 24 und neuer, Fernseher mit VIDAA OS 9.6 und höher sowie Amazon-Fire-TV-Geräte. Der Controller wird per Bluetooth direkt mit dem Fernseher gekoppelt.
Nur auf dem Mac und auf dem PC, und auch dort ausschließlich im Browser Edge oder Chrome. Auf dem Fernseher, dem Smartphone, dem Tablet und im Quest-Headset werden Maus und Tastatur nicht unterstützt, dort spielst du mit Controller oder Touch.
Das zeigt die offizielle Länderübersicht von Microsoft. Dort steht für jede Region, ob sie in den Stufen Essential, Premium und Ultimate unterstützt wird und ebenso beim Streamen von Free-to-Play-Spielen ohne Abo. Rewards und die Xbox Mastercard sind nicht in jedem unterstützten Land verfügbar.
Die Geräteliste erweitert Microsoft laufend und gibt selbst an, dass sie nicht vollständig ist – wenn ein bestimmtes Modell in der Tabelle fehlt, lohnt es sich trotzdem, den Stream mit einem Free-to-Play-Spiel auszuprobieren. Wer statt des Game-Pass-Katalogs die eigene Konsole streamen will, braucht einen anderen Dienst: Xbox Remote Play. Die übrigen Texte zu Cloud und Xbox findest du im Bereich Xbox auf Gamers Together. Angaben geprüft zum 11. September 2026.

