GTA 2 von 1999 bekommt Path Tracing: Fan-Projekt bringt RTX Remix in Anywhere City

GTA 2 von 1999 bekommt Path Tracing: Fan-Projekt bringt RTX Remix in Anywhere City

Ein 27 Jahre altes Grand Theft Auto sieht plötzlich aus wie ein modernes Spiel: Ein Fan-Projekt stattet GTA 2 aus dem Jahr 1999 mit vollem Path Tracing und zeitgemäßer Beleuchtung aus. Die Top-Down-Perspektive, die Missionen und die komplette Spielstruktur bleiben dabei unangetastet – es ändert sich nur, wie Anywhere City aussieht.

GTA 2 erschien Jahre vor GTA 3, also noch bevor die Reihe zur Third-Person-Open-World wurde, die heute jeder kennt. Du klaust Autos, erledigst Missionen, legst dich mit der Polizei an und arbeitest für konkurrierende Gangs – alles aus der Vogelperspektive. Genau das macht das Spiel zu einem ungewöhnlichen Kandidaten für moderne Rendering-Technik.

Was GTA2 RTX Remix konkret macht

Hinter dem Projekt steckt der Modder gabdag, der ein neues YouTube-Video zu GTA2 RTX Remix veröffentlicht hat. Das Open-Source-Projekt verpasst dem Klassiker über Nvidia RTX Remix eine komplett path-getracte Beleuchtung. Feuer, Explosionen, Mündungsfeuer, Neonschilder und andere helle Objekte leuchten jetzt ihre Umgebung aus – inklusive dynamischer Schatten, Reflexionen und Glows.

Dazu kommt ein dynamisches Tag-Nacht-System, das das Aussehen von Anywhere City über den Spielverlauf verändert. Explodierende Fahrzeuge fluten kurz ganze Straßenzüge mit Licht, Schüsse erzeugen Blitze in dunklen Ecken und Neonreklamen werfen ihren farbigen Schein auf die Flächen ringsum. Besonders die Nachtabschnitte wirken dadurch deutlich anders als im relativ statischen Original. Über ein eigenes Ingame-Menü kannst du Dinge wie Beleuchtung und Tageszeit selbst anpassen.

Wichtig: Das ist ein inoffizielles Fan-Projekt, kein Remaster und keine Veröffentlichung von Rockstar Games. Wie streng der Publisher inzwischen mit Mods umgeht, haben wir in den neuen Mod-Richtlinien aufgedröselt.

Warum das technisch tricky war

Man installiert RTX Remix nicht einfach über GTA 2 und ist fertig. Remix zielt vor allem auf Fixed-Function-Titel mit DirectX 8 und DirectX 9 – GTA 2 ist älter als diese Technologien und setzt auf deutlich ältere Rendering-Methoden. Gabdag hat deshalb einen eigenen Direct3D 9-Renderer gebaut, der zwischen dem Originalspiel und RTX Remix vermittelt und die alte Grafikpipeline in etwas übersetzt, das die neuere Technik verarbeiten kann. Das zeigt, dass sich RTX Remix auch auf Spiele ausdehnen lässt, für die es eigentlich gar nicht gedacht ist.

Moderne Displays, 16:9 und 60 FPS

Das Projekt kümmert sich außerdem darum, wie sich GTA 2 auf heutigen Bildschirmen schlägt:

  • Die ursprüngliche 4:3-Darstellung lässt sich auf 16:9-Breitbild aufziehen.
  • Zusätzliche Fixes verhindern, dass Fahrzeuge und Fußgänger an den neu sichtbaren Bildrändern unschön auftauchen oder verschwinden.
  • Frame Generation sorgt für ein flüssigeres 60-FPS-Bild, ohne die Simulation selbst schneller laufen zu lassen – ein wichtiger Punkt, weil die Spiellogik von GTA 2 an die gerenderte Framerate gekoppelt ist.

Alle weiteren Modernisierungen kannst du im mitgelieferten GitHub-Repository nachlesen. Unterm Strich bekommt eines der ältesten Grand Theft Auto überraschend moderne Optik, während das fast drei Jahrzehnte alte Gameplay weitgehend erhalten bleibt.

Kam dál

Alles Neue rund um die Reihe sammeln wir in unseren GTA News. Wie Rockstar den nächsten Teil beschreibt, liest du im Artikel über die dichteste Welt, und zur PC-Frage haben wir die Aussagen von Strauss Zelnick zusammengefasst.

FAQ

Ist GTA2 RTX Remix ein offizieller Remaster?

Nein. Es handelt sich um ein inoffizielles, quelloffenes Fan-Projekt des Modders gabdag – nicht um eine Veröffentlichung oder einen Remaster von Rockstar Games.

Ändert sich durch das Projekt das Gameplay?

Nein. Missionen, die Top-Down-Perspektive und die zugrunde liegende Struktur von GTA 2 bleiben erhalten. Verändert wird vor allem die Darstellung.

Welche Grafikneuerungen bringt das Projekt?

Volles Path Tracing über Nvidia RTX Remix, dynamische Schatten, Reflexionen und Glows von Feuer, Explosionen, Mündungsfeuer und Neonschildern sowie ein dynamisches Tag-Nacht-System.

Warum brauchte es einen eigenen Direct3D-9-Renderer?

RTX Remix zielt vor allem auf Fixed-Function-Titel mit DirectX 8 und 9. GTA 2 ist älter und nutzt andere Rendering-Methoden, deshalb übersetzt ein eigens gebauter Direct3D-9-Renderer die alte Pipeline für Remix.

Läuft GTA 2 damit in 60 FPS und Breitbild?

Die 4:3-Darstellung lässt sich auf 16:9 erweitern, und Frame Generation erzeugt ein flüssigeres 60-FPS-Bild, ohne die an die Framerate gekoppelte Spielsimulation zu beschleunigen.

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