Für GeForce NOW verlangt NVIDIA eine Internetverbindung ab 15 Mbit/s für 720p, 25 Mbit/s für Full HD bei 60 FPS und 45 Mbit/s für 4K bei 120 FPS. Neben der Geschwindigkeit gibt es aber eine zweite Bedingung, die gern vergessen wird: Die Antwortzeit von deinem Gerät zum Rechenzentrum muss unter 80 ms liegen. Ein Anschluss mit hoher Tarifgeschwindigkeit, der ständig schwankt, ist fürs Cloud-Gaming deshalb schlechter als eine ruhige Leitung mit halber Geschwindigkeit.
Gegenüber Video-Streaming gibt es einen grundlegenden Unterschied: Das Spielbild lässt sich nicht im Voraus puffern. Jeder Tastendruck fliegt zum Server und das fertige Bild zurück, ein zweisekündiger Aussetzer passiert also direkt im Spiel. Wie das ganze Modell funktioniert, erklärt die Übersicht, was GeForce NOW ist.
Wie viele Megabit welche Auflösung braucht
Die Tabelle gilt für die App unter Windows, macOS und Linux. Es sind empfohlene Download-Geschwindigkeiten für die jeweilige Kombination aus Auflösung und Bildrate, kein Minimum, ab dem eine Sitzung überhaupt startet.
| Auflösung und Bildrate | Empfohlene Geschwindigkeit |
|---|---|
| HD bis 60 FPS (1280×720) | 15 Mbit/s |
| Full HD bei 60 FPS (1920×1080) | 25 Mbit/s |
| QHD und UW QHD bei 120 FPS (2560×1440 oder 3840×1440) | 35 Mbit/s |
| 4K bei 120 FPS (3840×2160) | 45 Mbit/s |
| QHD und Full HD bei 240 und 360 FPS | 55 Mbit/s |
| 5K bei 120 FPS (5120×2180) | 65 Mbit/s |
Zwei Zahlen stehen nur in den FAQ von NVIDIA und fehlen in der Tabelle der Systemanforderungen. Für 1920×1080 bei 360 FPS nennt NVIDIA 48 Mbit/s, also weniger als die 55 Mbit/s, die die Tabelle 240 und 360 Bildern pro Sekunde allgemein zuordnet. Und für den Modus Cinematic Quality Streaming empfiehlt das Unternehmen gleich 100 Mbit/s, die höchste Anforderung, die es bei dem Dienst gibt.
Die obere Hälfte der Tabelle betrifft nur diejenigen, die dazu einen Tarif haben, der höhere Auflösungen freischaltet. In der kostenlosen Mitgliedschaft ist bei 1080p und 60 FPS Schluss, mehr als 25 Mbit/s holt der Dienst aus der Leitung also sowieso nicht heraus.
Auf dem Handy, im Browser und auf dem Fernseher gelten andere Zahlen
Eine universelle Tabelle gibt es nicht. Jede Geräteklasse hat bei NVIDIA ihre eigene, und die Tabellen unterscheiden sich vor allem darin, wo sie enden.
| Wo du spielst | Empfohlene Geschwindigkeiten |
|---|---|
| Browser und Android | 15 / 25 / 35 Mbit/s |
| Chromebook | 15 / 25 / 35 Mbit/s |
| iPhone und iPad | 15 / 25 Mbit/s |
| Gaming-Handhelds | 15 / 25 / 35 Mbit/s |
| Smart TV | 15 / 25 Mbit/s, 40 Mbit/s für 4K bei 60 FPS, 45 Mbit/s für 4K bei 120 FPS |
| Android TV und Fire TV | 15 und 25 Mbit/s |
| SHIELD TV | 15 / 25 / 35 Mbit/s und 40 Mbit/s für 4K bei 60 FPS |
| Headsets im 2D-Kinomodus | 15 / 25 / 35 Mbit/s, 45 Mbit/s für QHD bei 90 FPS, 40 Mbit/s für 4K bis 60 FPS, 55 Mbit/s für 4K bis 90 FPS |
Eine kürzere Tabelle beim iPhone oder Fire TV bedeutet keinen sparsameren Stream, sondern eine niedrigere Qualitätsgrenze: Über Full HD bei 60 FPS kommst du dort nicht hinaus. Was welche Plattform schafft, klärt die Übersicht der Geräte für GeForce NOW, um Setups fürs Wohnzimmer geht es in der Anleitung zum Spielen auf dem Fernseher.
Eine Antwortzeit unter 80 ms ist Bedingung, kein Tipp
NVIDIA formuliert das als Anforderung, nicht als Empfehlung: Die Netzwerklatenz zwischen Spielgerät und Rechenzentrum muss unter 80 ms liegen. Die tschechische Version der Seite ergänzt bei Handhelds, dass es für das beste Erlebnis besser ist, unter 40 ms zu bleiben.
Für Spieler in Tschechien ergibt sich daraus ein Nachteil. NVIDIA hat weder in Tschechien noch in der Slowakei einen eigenen Server. Auf der Statusseite des Dienstes stehen für Europa Großbritannien, Schweden, die Niederlande, Deutschland, Frankreich, Polen und Bulgarien, am nächsten an Tschechien liegen also Polen und Deutschland. Wer eine lange Route zum Backbone-Netz hat oder über einen langsamen Anschluss spielt, schafft die 80 Millisekunden womöglich nicht, auch wenn die Geschwindigkeit mit Reserve reicht. Der Konkurrent Boosteroid hat Server direkt in Tschechien, im Rechenzentrum von Czech Radiocommunications, und das ist sein größter Vorteil gegenüber GeForce NOW.
Warum Hunderte Megabit allein nicht helfen
Geschwindigkeit ist nur eines von vier Dingen, die GeForce NOW im Netz beobachtet. Der eingebaute Netzwerktest misst Durchsatz, Paketverlust, Verzögerungsschwankung (Jitter) und Antwortzeit (Ping), und NVIDIA ergänzt, dass eine gute Leitung null Paketverlust und niedrigen Jitter hat. Gängige Speedtests messen dabei etwas anderes als den Weg zu dem Server, auf dem dein Spiel laufen wird.
In der Praxis heißt das: Ein verlorenes Paket ist keine Verlangsamung, sondern ein Loch im Bild, das der Decoder irgendwie füllen muss. Schwankende Verzögerung zwingt den Dienst dagegen zu einem größeren Puffer, und der zeigt sich als Zeitversatz zwischen deiner Hand und dem, was auf dem Bildschirm passiert. Beides bekommt auch ein Gigabit-Anschluss hin, auf dem gerade ein Cloud-Backup und zwei 4K-Videos laufen.
Dagegen hilft ein Kabel oder wenigstens ein Router mit 5-GHz-WLAN, was NVIDIA direkt empfiehlt. Der Netzwerktest meldet selbst, wenn du über ein 2,4-GHz-Netz spielst. Ausprobieren kannst du das, ohne zu bezahlen, denn den Test gibt es auch in der kostenlosen Mitgliedschaft, und er lässt sich starten, bevor du irgendetwas kaufst. Was der kostenlose Tarif kann, haben wir separat aufgeschrieben, und wenn der Stream auch nach dem Test ruckelt, findest du eine Schritt-für-Schritt-Anleitung im Artikel was tun, wenn GeForce NOW nicht funktioniert.
Mobile Daten und geteilte Leitung
NVIDIA warnt selbst, dass das Datenvolumen beim Cloud-Gaming über mobile Daten schnell aufgebraucht sein kann. Die Umrechnung kann jeder selbst machen: 25 Mbit/s für Full HD bedeuten etwa 11 GB pro Spielstunde, ein übliches Monatsvolumen ist also an einem Wochenende weg.
Ähnlich tückisch ist eine geteilte Leitung. Die abendliche Spitzenzeit, ein zweiter Fernseher in der Wohnung und Backups im Hintergrund knabbern genau dann am Durchsatz, wenn du spielen willst. Lässt sich die Geschwindigkeit nicht erhöhen, bleibt nur, die Anforderungen zu senken. Wie das geht, zeigt der Artikel zu den Einstellungen von GeForce NOW.
Bei welcher Leitung sich die Cloud nicht lohnt
- Wer über 2,4-GHz-WLAN durch zwei Wände spielt. Da hilft auch der teuerste Tarif nicht. Entweder Kabel oder das 5-GHz-Band in Reichweite.
- Wer mobile Daten als Hauptverbindung nutzt. Das Datenvolumen ist nur die Hälfte des Problems, die andere ist die schwankende Antwortzeit.
- Wer kompetitiv spielt. Zur Reaktionszeit des Monitors kommt der Weg zum Rechenzentrum und zurück hinzu, was in Spielen mit Ranglisten auch bei eingehaltenen 80 ms spürbar ist.
- Wer Ultimate wegen 4K auf einer 25-Mbit/s-Leitung kauft. Die Auflösung wird freigeschaltet, die Leitung schafft sie nicht, und das zusätzliche Geld bringt nichts.
Eine stabile Festnetzleitung ab 25 Mbit/s mit Kabel zum Computer ist dagegen für Full HD mehr als genug und löst auch die meisten Beschwerden über Ruckeln. Ob Cloud-Gaming allgemein sinnvoll ist, bespricht die Einführung ins Cloud-Gaming.
FAQ
Für 720p bei 60 FPS 15 Mbit/s, für Full HD bei 60 FPS 25 Mbit/s, für QHD bei 120 FPS 35 Mbit/s und für 4K bei 120 FPS 45 Mbit/s. Die höchsten Einträge der Tabelle sind 55 Mbit/s für 240 und 360 Bilder pro Sekunde und 65 Mbit/s für 5K. Auf dem Handy, dem Fernseher und im Browser liegen die Obergrenzen niedriger.
NVIDIA verlangt eine Netzwerk-Antwortzeit zum eigenen Rechenzentrum unter 80 ms. Die tschechische Version der Seite empfiehlt für das beste Ergebnis weniger als 40 ms. Über 80 ms ist der Dienst nicht einfach langsamer, sondern unbrauchbar, weil die Verzögerung zwischen Controller und Bild dann ständig spürbar ist.
Ja, aber NVIDIA empfiehlt ein Kabel und bei Funknetzen nur das 5-GHz-Band. Auch der eingebaute Netzwerktest meldet 2,4 GHz als Problem. WLAN bringt Schwankungen in die Antwortzeit, die sich im Spiel stärker bemerkbar machen als ein paar Megabit weniger Geschwindigkeit.
Die Download-Geschwindigkeit ist nur einer von vier gemessenen Werten. Ruckeln entsteht meist durch Paketverlust und Jitter, die ein normaler Speedtest nicht zeigt. Denselben Effekt hat eine ausgelastete Leitung, wenn gleichzeitig ein Download oder ein Video in einem anderen Zimmer läuft.
Technisch ja, praktisch nur mit Vorsicht. NVIDIA warnt selbst, dass das Datenvolumen beim Cloud-Gaming schnell aufgebraucht sein kann, und dazu kommt die schwankende Antwortzeit des Mobilfunknetzes. Als Notlösung unterwegs geht das, als Hauptverbindung nicht.
Weitere Texte zum Cloud-Gaming findest du in der Rubrik Cloud-Gaming auf Gamers Together. Die Anforderungen an die Verbindung hat NVIDIA 2026 zusammen mit den Tarifen angepasst, vergleich die Tabelle vor dem Kauf also auch mit den Angaben auf der NVIDIA-Website. Angaben geprüft am 18. August 2026.

