Die eine beste Einstellung für GeForce NOW, die für alle passt, gibt es nicht, weil du zwischen zwei Zielen wählst, die sich gegenseitig ausbremsen: möglichst geringe Latenz und möglichst gutes Bild. Wer Shooter spielt, stellt anders ein als jemand, der sich Raytracing in einem Singleplayer-Spiel ansehen will. Vor beiden Varianten steht aber ein gemeinsamer Schritt: Das Qualitätsziel muss zu dem passen, was deine Leitung wirklich schafft, sonst verschlechtern höhere Einstellungen das Erlebnis.
Konkrete Bitraten veröffentlicht NVIDIA nicht. Es gibt nur die empfohlene Verbindungsgeschwindigkeit für jede Kombination aus Auflösung und Bildrate und die Angabe, was welche Geräteklasse und welcher Tarif überhaupt zulässt. Von diesen Zahlen aus lässt sich rückwärts einstellen, und das ist zuverlässiger, als dem Maximum hinterherzujagen.
Stell Server Location auf Auto
Der wichtigste Punkt in den Einstellungen ist nicht die Bildqualität, sondern die Serverwahl. Du findest sie in der App im Menü oben links unter Settings als Server Location. Auf Auto sucht sich der Client selbst das nächste und beste Rechenzentrum, und das ist für die Latenz der größte einzelne Hebel. Eine manuelle Auswahl ergibt höchstens zum Vergleichen beim Netzwerktest Sinn.
Eine Ausnahme solltest du kennen. Bei Spielen aus Install-to-Play gilt die Serverwahl nicht, weil das Spiel immer dort läuft, wo dein Cloud-Speicher liegt. Der Speicherort wird außerdem beim ersten Kauf festgelegt, und wenn du ihn änderst, werden alle gespeicherten Daten deiner Install-to-Play-Spiele gelöscht.
Wenn die Latenz Priorität hat
Hier stellst du von oben nach unten ein. Eine niedrigere Auflösung bedeutet einen kleineren Datenstrom, und der kommt auch über eine stärker ausgelastete Leitung schneller an.
- Bleib bei Full HD. 1920×1080 mit 60 FPS braucht laut NVIDIA 25 Mbit/s, 4K mit 120 FPS dagegen schon 45 Mbit/s. Den Unterschied bei der Latenz merkst du früher als den Unterschied bei den Details.
- Höhere Bildrate vor höherer Auflösung. Mit Ultimate sind 1920×1080 bei 360 FPS möglich, und NVIDIA nennt dafür in seinem FAQ 48 Mbit/s, also weniger, als 5K verlangt.
- Kabel statt WLAN. NVIDIA empfiehlt eine kabelgebundene Verbindung, bei Funk nur das 5-GHz-Band. Das erledigt kein Menüpunkt für dich.
- Reflex und Cloud G-Sync gehören zu Ultimate. Beide Funktionen zielen genau auf flüssiges Bild und geringe Latenz und fehlen in den günstigeren Tarifen.
Wenn das Bild Priorität hat
Die umgekehrte Richtung lohnt sich bei langsameren Spielen und nur auf einer Leitung mit Reserve. Raytracing gibt es ab Performance, HDR10 und SDR10 ebenfalls, Ultrawide-Monitore auch. Die oberste Stufe, also bis zu 5K, DLSS 5 und 7.1-Sound, gehört zu Ultimate.
| Was Bild und Latenz beeinflusst | Free | Performance | Ultimate |
|---|---|---|---|
| Auflösung | bis 1080p | bis 1440p | bis 5K |
| Bildrate | bis 60 FPS | bis 60 FPS | bis 360 FPS |
| Raytracing | nein | ja | ja |
| HDR10 und SDR10 | nein | ja | ja |
| Ultrawide-Monitore | nein | ja | ja |
| Raumklang | nein | 5.1 | 5.1 und 7.1 |
| DLSS | nein | nein | DLSS 5 |
| NVIDIA Reflex | nein | nein | ja |
| Cloud G-Sync | nein | nein | ja |
| Spieleinstellungen bleiben erhalten | nein | ja | ja |
Die letzte Zeile wird in der Praxis unterschätzt. Mit der kostenlosen Mitgliedschaft bleiben die Einstellungen im Spiel nicht gespeichert, also stellst du die Grafik nach jedem Start neu ein. Die Preise der einzelnen Stufen findest du im Vergleich der GeForce-NOW-Tarife, was die Mitgliedschaft ohne Bezahlung alles kann, fasst der Text zu GeForce NOW kostenlos zusammen.
Warum höhere Einstellungen auf einer schwankenden Leitung schaden
Der Stream ist ein ununterbrochener Datenstrom, und je höher die gewählte Qualität, desto größer ist dieser Strom. Auf einer Leitung, die ihre Geschwindigkeit hält, ist das kein Problem. Auf einer Leitung, die immer wieder schwankt, macht sich der höhere Bedarf sofort bemerkbar: Fehlende Daten müssen irgendwie ersetzt werden, also zerfällt das Bild in Blöcke, friert ein oder springt. Gleichzeitig wächst die Verzögerung, weil der Dienst einen größeren Puffer halten muss.
Die praktische Folge ist unangenehm für den Geldbeutel. Ein teurerer Tarif schaltet höhere Auflösungen frei, verbessert aber nicht die Leitung, und so zahlst du auf einem schlechten Anschluss für ein schlechteres Erlebnis, als du es in Full HD hattest. Wie viel welche Kombination aus Auflösung und Bildrate braucht, steht in der Übersicht der Internet-Anforderungen.
Ob deine Leitung reicht, kannst du direkt im Dienst prüfen. Der integrierte Netzwerktest misst Durchsatz, Paketverlust, Jitter und Latenz, und genau diese vier Werte sind die richtige Rückmeldung auf eine geänderte Einstellung. Wie du ihn startest und was du aus den Ergebnissen mitnimmst, beschreibt der Artikel GeForce NOW funktioniert nicht: was tun.
Wo das Gerät eine eigene Obergrenze hat
Die Einstellungen richten sich nicht nur nach dem Tarif. Jede Plattform hat ihre eigene Grenze, und auf manchen erreichst du die höchsten Modi nicht einmal mit Ultimate.
- Browser: QHD und 120 FPS setzen Ultimate voraus.
- Chromebook: 1600p und 120 FPS nur mit Ultimate.
- Android: 1440p und 120 FPS nur mit Ultimate.
- Gaming-Handhelds: 1440p und 90 oder 120 FPS nur mit Ultimate.
- Windows: 5K, 4K, Ultrawide-Auflösungen, Raytracing, HDR, Cloud G-Sync und 90 bis 360 FPS brauchen eine bezahlte Mitgliedschaft.
- iPhone und iPad: Zum Spielen brauchst du ein Gamepad, Tastatur und Maus bedienen nur Menü und Anmeldung.
Fernseher haben zusätzlich eigene Regeln und eine eigene Geschwindigkeitstabelle, einschließlich der Tatsache, dass 4K auf Smart-TVs Ultimate vorbehalten ist. Das behandelt die Anleitung zu GeForce NOW auf dem Fernseher, die vollständige Liste der Plattformen findest du in der Übersicht der unterstützten Geräte.
Für wen sich die höchste Qualität nicht lohnt
- Wer kompetitiv spielt. Zur Verzögerung des Monitors kommt der Weg des Bildes ins Rechenzentrum und zurück. Jedes zusätzliche Megabit, das eine höhere Auflösung verlangt, arbeitet hier gegen dich.
- Wer auf dem Smartphone oder Tablet spielt. Den Unterschied zwischen Full HD und QHD auf einem Sechs-Zoll-Display erkennt niemand, einen Stream-Aussetzer dagegen schon.
- Wer sich die Leitung teilt. Stimm die Einstellungen auf den schlechtesten Moment des Tages ab, nicht auf den besten.
- Wer erst ausprobiert, ob Cloud Gaming zu ihm passt. Fang mit Full HD an und erhöhe, bis das Bild zu zerfallen beginnt. Warum das so funktioniert, erklärt die Einführung ins Cloud Gaming.
FAQ
Die, die deine Leitung mit Reserve schafft. Für Full HD mit 60 FPS verlangt NVIDIA 25 Mbit/s, für 4K mit 120 FPS 45 Mbit/s. Lass Server Location auf Auto, verbinde dich per Kabel und erhöhe die Qualität schrittweise. Eine höhere Einstellung, als deine Leitung mit Reserve verkraftet, verschlechtert Bild und Latenz gleichzeitig.
Konkrete Bitraten nennt NVIDIA auf seinen Seiten nicht. Angegeben wird die empfohlene Verbindungsgeschwindigkeit für die jeweilige Kombination aus Auflösung und Bildrate, von 15 Mbit/s für 720p bis 65 Mbit/s für 5K. Danach lässt sich die Einstellung besser ableiten als nach einer Zahl in Megabit pro Sekunde.
Beide zielen auf ein flüssiges Bild und eine geringe Eingabelatenz, und NVIDIA bietet beide Funktionen ausschließlich im Tarif Ultimate an. In der kostenlosen Mitgliedschaft und bei Performance fehlen sie in den Einstellungen, in den günstigeren Tarifen kannst du also nicht mit ihnen rechnen.
Höhere Qualität bedeutet einen größeren Datenstrom. Wenn die Leitung schwankt, zeigen sich die fehlenden Daten als Blöcke im Bild, Einfrieren oder Sprünge, und dazu wächst die Verzögerung. Die Lösung ist, das Qualitätsziel um eine Stufe zu senken, von WLAN auf Kabel zu wechseln oder beides.
In den Tarifen Performance und Ultimate ja, NVIDIA nennt dort den Erhalt der Spieleinstellungen. In der kostenlosen Mitgliedschaft gibt es diese Funktion nicht, dort stellst du die Grafik im Spiel nach jedem Start neu ein.
Wie der Dienst funktioniert und was du mit dem Abo kaufst, erklärt der Artikel über GeForce NOW, weitere Cloud-Themen findest du in der Rubrik Cloud Gaming bei Gamers Together. Stand der Angaben: 13. August 2026.

