Der Game Designers Award wird bei den Japan Game Awards künftig nicht mehr vergeben. Das hat Gründer Masahiro Sakurai bei der Preisverleihung am 14. September erklärt. Der Grund ist laut dem Schöpfer von Kirby und Super Smash Bros. ausschließlich die fehlende Nachfolge: Trotz mehrjähriger Suche habe niemand die Verantwortung übernehmen können. Die letzte Auszeichnung geht an Word Game vom unabhängigen Studio Team9.
Warum der Preis mit Sakurai endet
Sakurai hatte den Game Designers Award 2010 ins Leben gerufen. Anders als eine allgemeine Auszeichnung für das beste Spiel sollte er gezielt ungewöhnliche Ideen und eigenständiges Spieldesign sichtbar machen.
Für die Leitung sieht Sakurai deshalb besondere Voraussetzungen: Die Person müsse selbst als Director innovative Spiele verantwortet haben, die das Spielen wesentlich verändert haben. Nur so könne die Auszeichnung ihre Aufgabe glaubwürdig erfüllen. Er habe über mehrere Jahre nach einer geeigneten Person gesucht und auch Präsentationen genutzt, um jemanden dafür zu gewinnen. Aus dem Kreis der übrigen Jurymitglieder habe ebenfalls niemand die Leitung übernehmen können.
Damit endet diese einzelne Kategorie, nicht die gesamte Preisverleihung der Japan Game Awards.
Word Game erhält die letzte Auszeichnung
Mit Word Game zeichnet die Jury ein textbasiertes Rätselspiel aus, das ursprünglich mit traditionellen chinesischen Schriftzeichen entwickelt und anschließend für ein japanisches Publikum lokalisiert wurde. Gerade diese Übertragung beeindruckte das elfköpfige Gremium, zu dem unter anderem Hideki Kamiya, Yoko Taro und Toby Fox gehören.
In der offiziellen Preisbegründung erklärt CESA, dass Word Game auch in der zweiten Abstimmungsrunde mit einer überwältigenden Mehrheit gewonnen habe. Die Jury hebt hervor, wie selbstverständlich das Spiel im Japanischen wirke, obwohl es auf einem chinesischsprachigen Original beruhe. Die dafür nötigen technischen Fähigkeiten und einfallsreichen Lösungen seien ein wesentlicher Teil seiner Besonderheit.
Zu den bisherigen Preisträgern gehören Viewfinder von Sad Owl Studios, Indika von Odd Meter und RPG Time: The Legend of Wright.
Eine Bühne für ungewöhnliche Spielideen fällt weg
Die Kriterien des Game Designers Award richteten den Blick auf Spiele, deren Ideen sich deutlich von bestehenden Werken unterscheiden und neue Arten des Spielens ermöglichen. Berücksichtigt wurde außerdem, ob ein Titel Menschen über die regelmäßig aktive Spielerschaft hinaus erreichen konnte.
Für dich als Spieler fällt damit eine Auszeichnung weg, die gezielt auf solche Konzepte aufmerksam gemacht hat. Sakurai betonte bei seinem Abschied, dass Innovation nicht automatisch wirtschaftlichen Erfolg bedeute. Vertraute Angebote hätten es oft leichter, während neue Ansätze schwerer Anerkennung fänden. Zugleich seien Kreativität und neue Entdeckungen aus seiner Sicht notwendig, damit die Branche lebendig bleibe.
Sein Wunsch an das Publikum: Auch nach dem Ende des Preises sollen Spieler neugierig auf kreative Spiele bleiben.
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FAQ
Masahiro Sakurai hat trotz mehrjähriger Suche keine geeignete Nachfolge für die Leitung gefunden. Nach seiner Aussage ist das der einzige Grund für das Ende der Auszeichnung.
Der letzte Preis geht an Word Game von Team9. Das textbasierte Rätselspiel überzeugte die Jury unter anderem durch die gelungene Übertragung vom traditionellen Chinesisch ins Japanische.
Der 2010 gegründete Preis würdigte kreative und originelle Spiele, die sich mit neuen Ideen von bestehenden Werken abheben und ungewöhnliche Spielerfahrungen ermöglichen.
Nein. Sakurais Ankündigung betrifft den Game Designers Award als einzelne Kategorie, nicht die Japan Game Awards insgesamt.

