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Shawn Layden warnt: Sonys Disc-Aus 2028 könnte der Marke PlayStation schaden

Shawn Layden warnt: Sonys Disc-Aus 2028 könnte der Marke PlayStation schaden

Sony zieht bei physischen Spielen einen Schlussstrich: Im Januar 2028 endet die Produktion neuer Discs für kommende PlayStation-Releases. Shawn Layden, der frühere Chef von PlayStation, hat sich dazu jetzt erneut geäußert – und zwar deutlich kritischer als bisher. Weitere Meldungen rund um die Plattform sammeln wir in unserer Übersicht zu PlayStation.

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Was Layden konkret sagt

Im Podcast The Expansion Pass erklärte Layden, er habe keinen Einblick in Sonys Finanzlage zum Zeitpunkt der Entscheidung – einverstanden sei er mit ihr aber nicht. Sein Hauptpunkt ist nicht, dass die Mehrheit der Spieler digital kauft. Er glaubt vielmehr, dass Sony die kleinere Gruppe der Disc-Käufer unterschätzt.

„Wir sind neugierige Sammler und wir zeigen unsere Sachen gern her“, sagte Layden. „Wenn man eine Sache nicht verkaufen kann, dann besitzt man sie nicht. Und wenn man sie nicht besitzt – was kauft man dann eigentlich? Wenn du Zugang kaufst, klingt das ehrlich gesagt nicht mehr ganz so attraktiv.“ Nach seiner Einschätzung würden Spieler außerdem von selbst anfangen, im Kopf das Worst-Case-Szenario durchzuspielen.

80 zu 20 – und warum die 20 Prozent zählen

Layden räumt ein, dass digitale Downloads schlicht bequemer sind: kein Weg zum Laden, keine Wartezeit auf eine Lieferung, nicht einmal Aufstehen vom Sofa, um eine Disc einzulegen. Er schätzt, dass rund 80 Prozent der Spieler ihre Titel herunterladen, während etwa 20 Prozent weiterhin physische PS5-Versionen kaufen. Genau diese 20 Prozent nennt er „super wichtig“.

Dazu zählen laut Layden auch überzeugte Sammler, die mehrere Exemplare eines Spiels kaufen – eines bleibt versiegelt, das andere wird gespielt. Dieselbe Mentalität kenne man von Comic-Sammlern.

Besitz oder nur Zugang?

Der größere Knackpunkt ist für Layden die Frage, was „ein Spiel besitzen“ künftig überhaupt bedeutet. Eine physische Kopie kann man verkaufen, tauschen, verleihen oder einfach unbegrenzt ins Regal stellen. Ein kompletter Umzug ins Digitale verschiebt die Debatte in Richtung: Besitzt du ein Spiel oder hast du nur Zugang zu einem digitalen Asset? Dass Inhalte aus digitalen Bibliotheken verschwinden können, ist bei PlayStation schon vorgekommen – genau darauf stützt Layden seine Sorge. Wie präsent der Gebrauchtmarkt bei Hardware ist, zeigt übrigens unsere Meldung zu GameStop und der PS5 Pro.

„Das ist ein ganzer Haufen Schaden für Marke und Reputation“, so Layden. „Wie gesagt, ich habe keinen Einblick in die Zahlen dahinter – aber das ist ein erheblicher Markenschaden, und ich hoffe, für sie hat es Sinn ergeben.“

Was das für dich bedeutet

Layden selbst geht davon aus, dass Sony die Entscheidung erst nach genauem Blick auf Produktions- und Vertriebskosten im Verhältnis zur Zahl der Disc-Käufer getroffen hat. Seine Kritik richtet sich darauf, was das Unternehmen dafür aufgibt. Geld sparen kann PlayStation mit einem noch stärker digitalen Kurs für PS6 und danach – doch aus Laydens Sicht ist das physische Publikum mehr wert, als es sein Verkaufsanteil vermuten lässt.

Für dich als Spieler heißt das vor allem: Wer ab 2028 neue Spiele kauft, wird das bei PlayStation ohne frische Discs tun. Rund um digitale Käufe im PS Store haben wir unter anderem den Fall zum Wallet Credit aufgegriffen, und auch beim Abo-Modell lohnt der Blick auf die offizielle Seite zu PlayStation Plus.

FAQ

Wann stoppt Sony die Produktion neuer Discs?

Die Produktion neuer Discs für kommende PlayStation-Releases endet im Januar 2028.

Wer ist Shawn Layden?

Layden ist der frühere Chef von PlayStation. Er hat sich schon mehrfach zum Disc-Aus geäußert und die Entscheidung zuvor als „fairly dramatic“ bezeichnet.

Warum ist Layden gegen das Disc-Aus?

Er hält die Gruppe der physischen Käufer für wichtiger, als ihr Anteil an den Verkäufen aussagt, und sieht einen erheblichen Schaden für Marke und Reputation.

Wie viele Spieler kaufen laut Layden noch physisch?

Er schätzt die Verteilung auf etwa 80 Prozent digitale Downloads und rund 20 Prozent physische PS5-Käufe.

Worin besteht der Unterschied zwischen Besitz und Zugang?

Eine Disc lässt sich verkaufen, tauschen, verleihen oder dauerhaft behalten. Bei einem rein digitalen Kauf stellt sich laut Layden die Frage, ob man das Spiel besitzt oder nur Zugang zu einem digitalen Asset hat.

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