Alle LoL-Champions: Überblick und wie du den richtigen wählst

Alle LoL-Champions: Überblick und wie du den richtigen wählst

League of Legends hat über 170 spielbare Champions, und es kommen ständig neue dazu. Wer gerade erst mit dem Spiel anfängt, sieht darin eher eine Wand als eine Auswahl: Jeder Champion kann etwas anderes, spielt sich anders und passt auf eine andere Position auf der Karte. Dieser Text zeigt dir, wie das ganze Champion-System aufgebaut ist: welche Rollen und Klassen es gibt, worin sie sich unterscheiden, wie das Freischalten funktioniert und vor allem, wie du unter rund 150 Figuren deinen ersten Champion findest.

Wie viele Champions League of Legends hat

Mit Patch 26.18 hat League of Legends 173 Champions. Riot bringt im Schnitt mehrmals pro Jahr neue heraus, die Zahl steigt also langsam, aber sicher. Der letzte Neuzugang kam im Juni 2026. Die genaue und immer aktuelle Liste findest du im offiziellen Wiki des Spiels (wiki.leagueoflegends.com) oder direkt im Client, wo du dir jeden Champion samt Fähigkeiten und Lore ansehen kannst.

Dieser Artikel will sie bewusst nicht alle aufzählen, dafür gibt es die Datenbank im Client und die Fan-Wikis. Hier geht es darum zu verstehen, wie das System aufgebaut ist, damit du dich darin selbst zurechtfindest.

Zum Vergleich: Das sind mehr Figuren, als die meisten anderen Online-Teamspiele haben, und die Zahl wächst jedes Jahr weiter. Genau deshalb lohnt es sich, statt Namen auswendig zu lernen, die Logik zu verstehen, nach der die Champions aufgebaut sind. Sie gilt für jeden neuen Champion, der noch dazukommt, genauso wie für die rund 150, die es schon gibt.

Rollen auf der Karte: Wo welcher Champion spielt

Die erste Einteilung hat nichts damit zu tun, wie ein Champion aussieht oder welche Geschichte er hat. Sie beschreibt, wohin er auf der Karte geht und was er dort macht. League of Legends kennt fünf Grundrollen: Top Lane, Jungle, Mid Lane, ADC (auch Schütze oder Bot Lane) und Support. Jede Position hat einen anderen Spielrhythmus und eine andere Verantwortung im Team, und die meisten Champions sind so gebaut, dass sie vor allem auf einer oder zwei davon funktionieren.

Mit den Rollen und ihren Unterschieden beschäftigt sich ausführlich ein eigener Artikel über die Rollen in LoL. Für die Wahl deines ersten Champions solltest du aber zumindest Folgendes wissen: Bevor du dich mit einem konkreten Namen beschäftigst, überleg dir, ob dir eher ein eigenständiger Kampf auf der Lane, das Bewegen über die ganze Karte durch den Jungle oder das Unterstützen deiner Mitspieler Spaß macht.

Kurz gesagt: Die Top Lane ist ein einsames Duell eins gegen eins, bei dem es vor allem auf deine eigenen Entscheidungen ankommt. Der Jungler ist gar nicht auf einer Lane unterwegs, sondern bewegt sich zwischen den neutralen Monstern und hilft den anderen Lanes, braucht also den Überblick über die ganze Karte. Die Mid Lane ist der kürzeste Weg zur gegnerischen Basis und typischerweise mit Champions besetzt, die das Match schnell beeinflussen wollen. Der ADC (auch Schütze) liefert in der späten Spielphase den Großteil des Team-Schadens, braucht dafür aber Schutz. Der Support schafft diesen Schutz und Raum für seine Mitspieler, sei es durch Heilung, Crowd Control oder beides.

Champion-Klassen: Worin sich der Spielstil unterscheidet

Die zweite Einteilung geht quer durch die Rollen und beschreibt, wie sich ein Champion im Kampf verhält. League of Legends kennt sechs Hauptklassen, von denen die meisten noch Unterklassen für eine feinere Unterscheidung des Stils haben.

KlasseWas sie machtUnterklassen
TankHält enorm viel Schaden aus und eröffnet oder blockiert Kämpfe, verursacht selbst aber wenig Schaden.Vanguard (initiiert), Warden (hält die Linie)
FighterWiderstandsfähiger Nahkämpfer, der gleichzeitig austeilen und einstecken kann.Juggernaut (schwer, langsam), Diver (mobil, springt aufs Ziel)
MageZerstört mit Fähigkeiten aus der Distanz und setzt auf Zauberkraft statt auf normale Angriffe.Burst, Battlemage, Artillery
MarksmanHält sicheren Abstand und verursacht zuverlässig Schaden mit normalen Angriffen.keine offizielle Unterteilung
SlayerZerbrechlicher, aber schneller Killer, der ein bestimmtes Ziel ausschalten will.Assassin (infiltriert), Skirmisher (trifft mehrere Ziele gleichzeitig)
ControllerSchützt Mitspieler und kontrolliert das Schlachtfeld, ist selbst eher unterstützend als offensiv.Enchanter (bufft und heilt), Catcher (fängt und setzt außer Gefecht)

Diese Einteilung wird in der Community viel häufiger verwendet als die Rollen auf der Karte, weil sie besser beschreibt, wie sich ein Champion tatsächlich spielt. Ein Support kann ein Enchanter sein, der das ganze Match nur heilt und Mitspieler mit Schilden versorgt, oder ein Catcher, der auf seine Chance wartet und Gegner mit Crowd Control einfängt. Die Mid Lane kann ein klassischer Mage wie Ahri besetzen, genauso gut aber ein Slayer, der den gegnerischen Schützen schnell ausschalten will.

Der Name eines Champions allein verrät dir also nicht, wie er sich spielt. Erst die Kombination aus Rolle und Klasse ergibt ein Bild. Bevor du nach Namen auswählst, überleg dir zuerst, welche Kombination dich reizt: zum Beispiel ein zäher Tank auf der Top Lane oder ein mobiler Mage auf der Mid Lane.

Viele Champions gehören außerdem zu mehreren Klassen gleichzeitig oder lassen sich je nach Situation unterschiedlich bauen. Ein als Fighter entworfener Champion rückt mit anderen Items näher an einen Tank heran, ein Mage lässt sich eher auf Burst-Schaden als auf langes Zaubern bauen. Die Klassen in der Tabelle beschreiben, wofür ein Champion in erster Linie entworfen wurde, nicht eine starre Schublade, aus der er nicht herauskommt. Diese Flexibilität ist einer der Gründe, warum das Spiel auch nach Hunderten Stunden noch neue Kombinationen zum Ausprobieren bietet.

Worauf du achten solltest, wenn du einen Champion im Netz suchst

Die Namen der Champions wurden auf Englisch entworfen, ohne Rücksicht darauf, dass Riot das Spiel später in Dutzende Sprachen übersetzt. Dadurch überschneiden sich einige Namen mit ganz anderen, viel häufiger gesuchten Begriffen. Viktor ist ein männlicher Vorname, Lux wird auch als Markenname verwendet und Katarina ist ein gängiger Frauenname. Wenn du Informationen zu ihnen suchst, hänge an den Namen immer „League of Legends“ oder zumindest „Champion“ an, sonst kämpfst du dich durch Produkttests statt durch Builds.

Dasselbe Problem gilt umgekehrt auch für das Spiel selbst: „lol“ ist im Alltag vor allem die Internet-Abkürzung für Lachen, außerdem gibt es unter diesem Namen das Kinderspielzeug L.O.L. Surprise und ein anderes Online-Spiel. Wenn du etwas zu League of Legends suchst, bleib lieber bei der Abkürzung LoL mit Großbuchstaben oder beim vollen Namen. Das erspart dir jede Menge irrelevante Ergebnisse.

Wie schwer ein Champion zu spielen ist

Direkt im Client hat jeder Champion neben seinem Porträt eine Schwierigkeitsangabe. Das ist eine einfache Skala, die andeutet, wie anspruchsvoll es ist, seine Mechaniken auf ordentlichem Niveau zu beherrschen. Sie sagt nichts darüber aus, wie stark der Champion gerade in den Ranglisten ist, sondern nur, wie viel Training es kostet, bis du ihn richtig spielen kannst.

Niedrige Schwierigkeit bedeutet meist wenige Fähigkeiten mit kniffligem Timing, einfache Entscheidungen und Nachsicht bei Fehlern. Hohe Schwierigkeit bedeutet dagegen Fähigkeiten, die präzises Zielen erfordern, Kombos aus mehreren Zaubern hintereinander oder Entscheidungen, die in Sekundenbruchteilen fallen müssen. Höhere Schwierigkeit heißt dabei nicht automatisch stärkerer Champion, sondern nur, dass er schwerer richtig zu beherrschen ist.

Die Schwierigkeit setzt sich außerdem aus mehreren Ebenen zusammen, die man unterscheiden sollte. Die mechanische Schwierigkeit betrifft, wie genau du zielen und wie schnell du mit den Händen reagieren musst. Die Entscheidungsschwierigkeit betrifft, wie sehr du darüber nachdenken musst, wann du eine Fähigkeit einsetzt und wann du sie besser zurückhältst. Ein Champion kann eine einfache Steuerung, aber schwierige Entscheidungen haben (typisch für viele Tanks), oder umgekehrt eine anspruchsvolle Kombo, aber eine klare Entscheidung, wann er in den Kampf geht. Die Angabe im Client fasst beide Ebenen zusammen, deshalb solltest du sie als grobe Schätzung sehen, nicht als exakte Wissenschaft.

So wählst du deinen ersten Champion

Der häufigste Fehler neuer Spieler ist, einen Champion danach auszuwählen, wie er im Trailer aussieht oder wen der Lieblingsstreamer spielt. Das klappt ab und zu, zuverlässiger ist aber ein Weg über ein paar einfache Schritte:

  • Wähle zuerst eine Rolle, nicht einen Namen. Probiere im Trainingsmodus oder gegen Bots mindestens zwei verschiedene Positionen aus und achte darauf, welche dir länger als fünf Minuten Spaß macht.
  • Greif innerhalb der Rolle zu niedriger Schwierigkeit. In den ersten paar Dutzend Matches lernst du ohnehin die Karte, die Items und die Grundlagen des Spiels, da musst du es dir nicht mit anspruchsvollen Mechaniken schwerer machen.
  • Nutze die kostenlose Rotation. Jede Woche kannst du zwanzig Champions gratis ausprobieren, bevor du also etwas kaufst, kannst du sie in Ruhe testen.
  • Kauf nicht gleich mehrere Champions auf einmal. Wenn du dich auf einen bis drei Champions konzentrierst, lernst du das Spiel schneller, als wenn du zwischen zehn verschiedenen hin- und herspringst.
  • Notiere dir, was dir beim ersten Spielen Spaß gemacht hat und was nicht. Ob du die Momente genossen hast, in denen du in Ruhe planen konntest, oder eher schnelle Kämpfe ohne langes Nachdenken, zeigt dir die Richtung zu weiteren Champions ähnlicher Art.

Ein guter Anhaltspunkt ist auch, wie leicht sich ein Champion solo spielt, ohne von Mitspielern abhängig zu sein. Champions, die ihr Timing genau mit dem Support oder dem Jungler abstimmen müssen, machen erst Spaß, wenn du weißt, was du tust. Für den ersten Start ist es einfacher, zu jemandem zu greifen, der allein zurechtkommt.

Neue Spieler haben außerdem bis zu einer bestimmten Kontostufe eine eigene, vereinfachte kostenlose Rotation mit Champions, die sich für den Einstieg eignen, bevor die volle wöchentliche Rotation für alle freigeschaltet wird.

Es lohnt sich auch, beiseitezulassen, was im aktuellen Patch gerade „stark“ ist. Die Meta ändert sich in League of Legends mit jeder Balance-Anpassung, und ein Champion, der heute die Ranglisten dominiert, kann in zwei Monaten ganz anders dastehen. Für den ersten Champion ist es viel wichtiger, ob er dir Spaß macht, als ob er gerade die höchste Winrate hat. Darum kannst du dich später kümmern, wenn du mehr gespielt hast und mehr Vergleichserfahrung mitbringst.

Wie das Freischalten von Champions funktioniert und was es kostet

Jeden Champion, den Riot Games veröffentlicht, kannst du auf zwei Wegen freischalten: entweder mit der Spielwährung Blue Essence, die du nach und nach durch Matches und das Erfüllen von Aufgaben verdienst, oder direkt mit Riot Points, einer Währung, die du für echtes Geld kaufst. Der Preis in Blue Essence ist nicht bei allen Champions gleich. Die neuesten Champions kosten am meisten und werden nach und nach günstiger, wenn weitere Neuheiten dazukommen. Die genaue aktuelle Preisliste solltest du deshalb direkt im Shop im Client prüfen, weil Riot die Preisstufen von Zeit zu Zeit anpasst.

Neben dem direkten Kauf gibt es auch das System der Shards, also Champion-Fragmente, die aus Truhen und Levelbelohnungen fallen. Ein Shard lässt sich zu einer vollständigen Freischaltung umwandeln, und zwar günstiger als der direkte Kauf im Shop. Auf lange Sicht lohnt es sich also eher, zu sammeln und aufzuwerten, statt spontan zu kaufen.

Du musst also nicht sofort zahlen, um das zu spielen, was dich interessiert. Die kostenlose wöchentliche Rotation lässt dich zwanzig verschiedene Champions gratis ausprobieren, den Rest schaltest du nach und nach durch das Spielen frei.

Blue Essence bekommst du neben den Matches auch durch den ersten Siegbonus des Tages, durch Belohnungen für den Aufstieg auf eine höhere Kontostufe und durch regelmäßige Event-Missionen, die Riot während der Saison anbietet. Wer regelmäßig spielt, stellt sich in ein paar Monaten ohne zu zahlen einen ordentlichen Stamm an Champions über alle Rollen hinweg zusammen. Es ist kein System, in dem du ohne echtes Geld nur auf die Handvoll Champions aus der kostenlosen Rotation angewiesen bist.

Verwechsle das Freischalten eines Champions nicht mit dem Kauf eines Skins. Das Freischalten gibt dir Zugang zur Figur selbst, zu ihren Fähigkeiten und ihrem Spielstil. Ein Skin ist eine rein kosmetische Änderung des Aussehens, die keinen Einfluss darauf hat, wie sich der Champion spielt. Für den Einstieg ist es also viel sinnvoller, Zeit und Blue Essence in neue Champions zu stecken als in Skins für den einen, den du schon spielst. Skins können warten, bis du sicher bist, dass du länger bei einem Champion bleiben willst.

FAQ

Wie viele Champions hat League of Legends?

Mit Patch 26.18 sind es 173, und Riot fügt regelmäßig weitere hinzu, meist mehrere pro Jahr.

Muss ich alle Champions kaufen, um spielen zu können?

Nein. Jede Woche kannst du zwanzig Champions aus der kostenlosen Rotation gratis ausprobieren, den Rest schaltest du nach und nach mit Blue Essence frei, die du durch das Spielen verdienst.

Woran erkenne ich, welche Rolle zu mir passt?

Am zuverlässigsten, indem du im Trainingsmodus oder gegen Bots mehrere Rollen ausprobierst. Top, Jungle, Mid, ADC und Support spielen sich deutlich unterschiedlich, und Worte können das nicht ersetzen.

Sollte ich mit einem schwierigen oder einem einfachen Champion anfangen?

Für die ersten paar Dutzend Matches lohnt sich ein einfacher Champion mit niedriger Schwierigkeit im Client. Die Grundlagen des Spiels, also Karte, Items und Entscheidungen, lernst du ohnehin, egal was du spielst, und einfache Mechaniken machen es dir nicht zusätzlich schwer.

Worin unterscheidet sich die Klasse eines Champions von der Rolle, die er spielt?

Die Rolle sagt, wohin der Champion auf der Karte geht (Top, Jungle, Mid, ADC, Support). Die Klasse sagt, wie er sich im Kampf verhält (Tank, Fighter, Mage, Marksman, Slayer, Controller). Erst die Kombination aus beidem zeigt, wie sich der Champion tatsächlich spielt.

Warum liefert mir die Suchmaschine zum Namen eines Champions unpassende Ergebnisse?

Einige Champion-Namen überschneiden sich mit gängigen Wörtern, Vornamen oder Marken, zum Beispiel Viktor, Lux oder Katarina. Ergänze die Suche um „League of Legends“ oder „Champion“, und die Ergebnisse werden sofort genauer.

Kommen neue Champions regelmäßig oder unregelmäßig dazu?

Riot veröffentlicht neue Champions unregelmäßig, meist mehrmals im Jahr und ohne festen Kalender. Die aktuelle Zahl von 173 aus Patch 26.18 wird also weiter langsam steigen.

Angaben geprüft am 27. August 2026, Stand Patch 26.18. Wenn du eine Rolle und ein paar Champions kennengelernt hast, mach dich an den Aufbau deiner Runenseite, denn ohne sie gehst du mit unveränderten Standardwerten in jedes Match. Ausführlich mit den Rollen beschäftigt sich der Artikel über die Rollen in LoL, mit der Rangliste der Text über die Ränge in LoL. Was das Freischalten von Champions mit echtem Geld kostet und was sich lohnt, erklärt der Artikel über RP und Preise. Den kompletten Überblick über den Hub findest du in der Rubrik League of Legends.

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